11 September 2022

Reiseplanung mit OneNote - Vorteile und Nutzungsbeispiele

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein ziemlich durchorganisierter Mensch bin, der generell gerne gut vorbereitet ist.
Deswegen sollte es niemanden verwundern, dass ich meine/unsere Reisen schon immer akribisch vorbereitet habe. 

Jahrzehntelang nutzte ich dafür Notizen auf Papier. Auf jeder Reise, egal ob dienstlich oder privat, begleitete mich eine Mappe mit Unterlagen, so dass ich Bestätigungen, Adressen, Ausflugsziele usw. immer griffbereit habe. Für USA-Touren in den 1990er Jahren war sogar ein Aktenordner mit einem Reiter für jeden Tag der Rundreise ständig in meinem Rucksack.

Schon in den 90ern stellte ich von handschriftlichen Notizen auf Word und Excel um, was den Vorteil hatte, dass ich die ausgedruckten Informationen auch später entziffern konnte 😄.

Da mit der Zeit immer mehr Informationen von den Dienstleistern (Airlines, Hotels, Autovermietungen) per E-Mail übermittelt wurden, bestanden meine Unterlagen aus vielen Dokumenten in unterschiedlichen Formaten, die an unterschiedlichen Stellen gespeichert waren. Das begann mich zu nerven. Selbst ein Ordner mit allen Dokumenten auf dem Computer oder in der Cloud war vom Smartphone aus eher umständlich zu nutzen.

Inzwischen habe ich die für mich ideale Lösung gefunden: Microsoft OneNote.

An dieses Notizbuch-Tool habe ich mich lange Zeit nicht herangetraut. Ich hatte auf dem Handy zwar Erfahrung mit Apps wie Evernote gesammelt, aber die Bedienung und Funktionsweise von OneNote erschloss sich mir trotzdem lange Zeit nicht so richtig.

Doch je öfter ich OneNote für wirklich ganz simple private Notizen nutzte, desto mehr erkannte ich die umfangreichen Möglichkeiten, die dieses Programm bietet.

Es funktioniert sowohl am PC wie auch auf meinen mobilen Geräten (Smartphone, Tablet) und ist stets über die Cloud synchronisiert. Außerdem kann ich Bereiche für Mitreisende freigeben, die dann ebenfalls Zugriff auf die gespeicherten Infos haben.

In der Praxis bedeutet das, dass ich am PC bequem die Reise planen und buchen kann. In der Entstehungsphase, vor allem bei Rundreisen, füge ich jedes neue Element direkt in OneNote hinzu, so dass dort eine vollständige "Sammlung" aller Informationen entsteht, die ich unterwegs gebrauchen kann.

Die folgende Struktur nutze ich in meinem OneNote für die Reisen:

Oberste Ebene ist ein eigenes Notizbuch "Reisen"
|__ Für jede Reise existiert ein Abschnitt.
   |__    Innerhalb des Reise-Abschnitts habe ich Seiten für die Punkte,
            die ich zur Verfügung haben möchte.

Die Seiten können beispielweise folgende Bezeichnungen haben:

  • Route Hinreise
  • Unterkunft [Ort 1]
  • Sehenswürdigkeiten [Ort 1]
  • Route Weiterreise
  • Unterkunft [Ort 2]
  • Sehenswürdigkeiten [Ort 2]
  • Route Rückreise
  • Tipps

Die Abschnitte sind farblich markiert:

  • Grün für bevorstehende Reisen
  • Blau für zurückliegende Reisen
  • Grau für abgesagte Reisen (die ich nicht lösche, wenn die Tour später einmal doch stattfinden soll)
  • Rot für meine "Reise-Bucket-List"

Screenshot meiner Abschnitte und Seiten in OneNote

Der riesige Vorteil von OneNote ist, dass dort nicht nur Text, Weblinks und Bilder gespeichert werden können, sondern auch PDF-Dateien, E-Mails und nahezu jedes andere Dateiformat, das Informationen für die Reise beinhaltet.

In der Praxis sind es Dinge wie:

  • jemand, der vom Reiseziel weiß und sich dort auskennt, schickt mir via Messenger Tipps: Raus kopieren und in OneNote einfügen.
  • für Fälle, in denen ich nicht die inzwischen vorhandene Funktion nutze, die Navi-Route vom Smartphone an das Auto zu senden: Einsteigen, Zieladresse in OneNote aufrufen, ins Navi tippen, losfahren.
  • die Hotelrezeption findet beim Check-In die Reservierung nicht? Bestätigung aufrufen und Confirmation Number nennen.
  • man ist tagsüber unterwegs, hat für ein Ausflugsziel weniger Zeit als gedacht benötigt und fragt sich: Was machen wir jetzt? Ein Blick in meine OneNote-Tipps hilft.
  • Museums-Öffnungszeiten? Fähr-Abfahrtzeiten? Ticket-Buchungs-Link? Klar könnte man diese Dinge bei Bedarf einzeln ergoogeln. In Blick in meine OneNote Notizen ist schneller.

Was mir anfangs kompliziert und umständlich vorkam, ist jetzt eine grandiose Unterstützung für mich.

23 Januar 2022

Ab jetzt wird in unserem Hause gestreamt

Also Soda. Kranberger. Leitungswasser.

Unser Haushalt konsumierte bisher pro Woche zwei bis drei Kästen (je 12x 1 Liter) Marken-Mineralwasser aus dem Brunnen eines Eifelstädtchens namens Gerolstein.

Drei Gründe spielen eine Rolle, warum wir uns entschieden haben, das zu ändern (die Reihenfolge der Gründe ist willkürlich und ohne Gewichtung):

1. Wir tun etwas für unsere Nerven.

Das Wasser der nicht genannten Marke wurde in dem uns am nächsten gelegenen Supermarkt aus welchen Gründen auch immer ausgelistet. Es ist seit Monaten nicht mehr im Sortiment. Es kam auch schon in früheren Jahren vor, dass die einst größte Verbrauchermarktkette in Mönchengladbach dieses Mineralwasser monatelang nicht im Sortiment hatte. Auch über den Lieferdienst der Getränkebehälterpost ist diese Marke nicht zu erhalten. Die Tatsache, dass diese Mineralwassermarke nicht überall verfügbar ist, macht die Besorgung umständlich.

Ständig die Wassermarke wechseln kommt nicht infrage, weil ich keine Lust darauf habe, mit unterschiedlichen Flaschen-, Kästen- und somit Pfandformen zu hantieren.

2. Wir tun etwas für die Umwelt.

Aus Gewichtsgründen und wegen der angenehmeren Haptik kauften wir 12x 1-Liter Kästen mit PET-Mehrwegflaschen. Diese werden zwar - wie der Name schon sagt - mehrfach verwendet. Doch unter dem Strich bleibt das Material Plastik, das erzeugt und am Ende des Nutzungszyklus auch wieder entsorgt werden muss.

Hinzu kommt, dass ich nicht an jedem Wochenende andere Getränke kaufen muss. Die allwöchentliche Kurzstrecke mit dem PKW fuhr ich oft nur zur Besorgung des Mineralwassers (der sonstige Wocheneinkauf ohne Getränke wird von anderen Haushaltsmitgliedern erledigt).

Und schließlich fällt vom Prinzip her auch die Logistik weg: Kästen, die wir nicht kaufen, müssen nicht vom Erzeuger zum Verkaufsort transportiert werden.

3. Wir sparen Geld.

Die Anschaffungskosten für das Wasser-Stream-Gerät und eine ausreichende Anzahl an Glas- und Plastikflaschen sowie eine zweite Kartusche Kohlensäure sind nicht gering. 

An laufenden Kosten kommen alle 10-12 Tage ein Wechsel der Kartusche auf uns zu sowie alle drei Jahre der Austausch der paar Plastikflaschen, die ich benötige, um sie unterwegs mitzunehmen. Eventuell kaufen wir auch mal Fläschchen mit Sirup für die Erzeugung von Getränken mit Geschmack, zum Beispiel Apfelschorle.

Bereits im kommenden Sommer wird sich die Anschaffung amortisiert  haben, wenn man pro Monat ca. 50-60 Euro Kosten für das Markenmineralwasser zugrunde legt.

Der Preis je Liter verringert sich von ca. 58 Cent auf ca. 20 Cent (Vergleich Kasten Marken-Mineralwasser mit 12x1 Liter zu 45x 840 ml aufsprudeln je Kartusche, Kosten für die einmaligen Anschaffungen und für das Leitungswasser nicht berücksichtigt).

Das fühlt sich gut an.

07 April 2019

Über den Wert des PSA Werts


Vorweg das Fazit dieses Beitrags: Männer, lasst Euren PSA-Wert bestimmen!

Hier die ganze Geschichte:

Im Jahr 2017 - ich war 49 Jahre alt - fragte mich mein Hausarzt, ob ich freiwillig und mit einer Selbstbeteiligung von 20€ meinen PSA-Wert bestimmen lassen möchte, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte. Dazu reicht eine einfache Blutentnahme im Rahmen eines üblichen Check-Ups.
Er klärte mich ausführlich über den Zweck der PSA-Wert-Bestimmung (es ist das prostataspezifische Antigen) auf und erläuterte mir im Detail die Vor- und Nachteile des Tests.
Für mich überwogen die Vorteile: Erstmalig meinen persönlichen Wert ermitteln und dann über die nächsten Jahre vergleichend und kontinuierlich beobachten, wie hoch mein Risiko ist, an Prostatakrebs zu erkranken.

Allerdings war das Ergebnis des ersten Tests gleich ein Wert von 2,5. In meinem Alter wäre ein Wert unter 1 unbedenklich gewesen.
Daher empfahl mir mein Hausarzt, mich bei einem Urologen vorzustellen, was ich vernünftigerweise zeitnah (nun ja, nach sechs Wochen Wartezeit auf den ersten Termin) tat.

Und ich hatte Glück mit meinem Urologen: Er verfiel nicht in Aktionismus, sondern begann mit der Behandlungsstrategie der aktiven Überwachung ("active surveillance"): Alle drei Monate wurde mir Blut zur Bestimmung des PSA-Werts entnommen und eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt.
Mein PSA-Wert stieg innerhalb von zwei Jahren mit jeder Messung: Erst auf über 4, dann über 5 bis knapp an einen Wert von 6 heran. Bei Erreichen des 5er Werts unternahm der Urologe eine Antibiotikum-Therapie, um eine mögliche chronische Prostata-Entzündung auszuschließen, die auch zu einem erhöhten PSA-Wert führen kann.

Als diese ausgeschlossen werden konnte, riet er mir zu einer Biopsie, also Entnahme von Gewebe aus der Prostata zur genauen Untersuchung auf bösartige Veränderungen. Diese war übrigens dank Betäubung nicht schmerzhaft.

Und tatsächlich wies eine der zwölf entnommen Stanzen ein Prostata-Karzinom nach.

Mir wurden zwei Optionen zur Therapie angeboten:
- Einsetzen von radioaktiven Seeds
- Radikale prostatektomie (operative Entfernung der Prostata).

Ich entschied mich gegen die Seeds. Ende Februar 2019 wurde ich im PZNW Gronau erfolgreich per DaVinci Roboter operiert. Da der Krebs so frühzeitig entdeckt wurde (ja, frühzeitig trotz der zweijährigen Beobachtungsphase), konnte ich ohne Metastasenrisiko nervenschonend operiert werden. Das Karzinom konnte völlig rückstandslos entfernt werden. Ich könnte keine bessere Prognose haben.

Jetzt, sechs Wochen nach der OP, bin ich wieder fit und fast ganz der Alte mit allen Körperfunktionen. In zwei Monaten werden auch die letzten Nachwirkungen des Eingriffs verschwunden sein.

Ich bin meinem Hausarzt unendlich dankbar, dass er mich auf den PSA-Wert aufmerksam gemacht hat. Er hat dadurch mein Leben signifikant verlängert!

Daher mein eingangs schon erwähnter Rat an alle Männer ab Mitte/Ende 40: Falls Eure/Euer Hausarzt*in Euch nicht von sich aus anspricht, übernehmt die Initiative und fragt sie/ihn nach dem PSA-Test.

24 Juni 2018

Catsche und Catsche12


Schon seit Monaten beschäftigte mich meine Unzufriedenheit mit meinem aus Teilen meines Realnamens bestehenden Usernamens bei Twitter und Instagram. Und wenn mir etwas gedanklich keine Ruhe lässt, dann ändere ich an dem Zustand irgendwann etwas.
Am 23. Juni 2018 war es soweit: Ich entschied, meinem Sport-Spitznamen erneut eine Chance zu geben.

Die Erfindung meines Spitznamens "Catsche" Mitte der 1980er Jahre war im Grunde völlig unspektakulär. Dennoch erinnere ich mich daran, als sei es gestern gewesen. Hier ist die Geschichte:

Jene Leser, die ungefähr in meinem Alter sind, erinnern sich womöglich noch daran, dass es im Haus Zoar am Alten Markt in Mönchengladbach früher eine kleine Turnhalle gab. An der Stelle ist heute ein Kinosaal.
In dieser Turnhalle spielte ich mit Schulkameraden einmal wöchentlich Volleyball - einfach so zum Spaß. Gerade aus der gröbsten Pubertät heraus bestand mein Körper doch schon aus über 1900 Millimetern Länge, was mir bei Aktionen am Netz durchaus hilfreich war.
Nach einigen gelungenen Blocks und einem besonders hübschen Schmetterball rief mein Mitspieler Jossi, seines Zeichens quirliger 1700 Millimeter Wirbelwind griechischer Abstammung, jenen Begriff, hörbar sicherlich bis zum "Kapuziner Treff":
"KAAAAATSCHEEEE!!!"

Wahrscheinlich weiß er selbst nicht, wie er darauf kam. Die Karriere des Fußballers Georg "Katsche" Schwarzenbeck war zu dem Zeitpunkt bereits einige Jahre beendet.

Na ja, und da mein Vorname mit "C" beginnt, wurde schriftlich "Catsche" daraus.

In den sozialen Netzwerken Twitter und Instagram ist der Name Catsche natürlich bereits vergeben (auf Twitter hatte ich ihn um 2009 schon einmal, habe ihn aber nicht behalten). Darum wurde mein Username jetzt zu "Catsche12" - das Foto aus dem Jahr 2006 erklärt aber denke ich alles:




11 April 2018

Das hätte ich mir sparen können...


Ich fühle mich unfair behandelt. Und das möchte ich loswerden.

Vor einigen Jahren habe ich das Ankaufportal www.wirkaufens.de schon einmal genutzt und war dabei sehr zufrieden mit der Abwicklung und dem Ergebnis meines Verkaufs.
Doch entweder hat sich das Verhalten von WirKaufens geändert, oder ich hatte dieses Mal einfach nur Pech. Allerdings habe ich mich so geärgert (und rege mich auch über eine Woche später immer noch so sehr darüber auf), dass ich die Geschichte los werden muss!

Verkaufen wollte ich mein iPhone 5C, neu erworben im Jahr 2014. Es lag knapp vier Jahre lang fast ungenutzt auf meinem Schreibtisch, um berufliche Benachrichtigungen zu erhalten. Anfang 2018 wurde es durch ein neues Gerät ersetzt, so dass ich es verkaufen wollte.

Ich verglich die Ankaufpreise von MediaMarkt/Saturn ("Flip4New"), www.rebuy.de sowie eben www.wirkaufens.de. Bei allen gab ich - entsprechend des Gerätezustands - die zweitbeste Kategorie an, eine Stufe unter "Neuware". Denn das Gerät weist wirklich keinerlei Gebrauchsspuren auf und hat einen neuen, gut funktionierenden Akku (Akkutausch durch Apple). Selbstverständlich keine SIM-Sperre und auch kein Branding. Außerdem besaß ich die hochwertige Apple-Originalverpackung sowie die dazu gehörenden ungenutzten (!) und originalverpackten Kopfhörer. Ein iPhone Komplettpaket also.

WirKaufens bot mir von allen den besten Ankaufspreis: 106,26 Euro sollten es werden.
In der dritten Zustands-Kategorie ("mit leichten Kratzern", die aber nicht vorhanden sind) sollte es 76 Euro wert sein, womit es ungefähr auf einer Stufe mit der höherwertigen Zustandskategorie von ReBuy lag.
So um die 75 Euro wäre noch der niedrigste Preis gewesen, den ich zähneknirschend akzeptiert hätte.

Also schickte ich mein iPhone 5C in der Apple-Originalverpackung inklusive der erwähnten Kopfhörer an WirKaufens: Die Abwicklung klappte einwandfrei, und ich erhielt schnell eine Eingangsbestätigung von WirKaufens.

Dann dauerte es wie erwartet ein paar Tage, in denen das Gerät geprüft wurde. Und dann lautete das Ergebnis der Prüfung wie folgt: "Gebrauchter Zustand mit mehreren leichten Gebrauchsspuren oder maximal 3 schweren Gebrauchsspuren (z.B. tiefe Kratzer, Abnutzungen, Kerben)."
Der Prüfer muss das Gerät fallen gelassen haben und draufgetreten sein, um diesen Zustand herbeizuführen!
Zahlen wollte man mir nur 49,69 Euro statt der auf der Webseite in Aussicht gestellten 106,26 Euro.

Wie auch immer, man kann das Ankaufsangebot ja ablehnen und sein Gerät zurückerhalten.
Also lehnte ich ab und wartete auf die Post von WirKaufens, die nach einem akzeptablen Zeitraum auch bei mir eintraf.

Doch was erhielt ich zurück? Zwar mein Telefon, immerhin immer noch im gleichen, guten Zustand wie zuvor (der Prüfer war doch nicht draufgetreten?). Aber weder die Original-Verpackung, noch - und das finde ich wirklich mies - die ungenutzten Kopfhörer lagen bei! Das Telefon war transportsicher, aber letztendlich "unattraktiv" mit Folie um Karton gewickelt; Netzteil, Kabel und das Kärtchen mit dem SIM-Karten-Picker lose mit im Karton.

Natürlich sagen die WirKaufens-AGB, dass "nicht abgefragtes Zubehör in jedem Fall, also auch bei dem Nichtzustandekommen des Vertrages, entsorgt wird", womit ich chancenlos bin, dagegen anzugehen.

Mein Ziel und mein Wunsch war es, das Gerät zu verkaufen. Ohne Originalverpackung und die Kopfhörer erziele ich auch bei Plattformen wie eBay nicht mehr annähernd den Preis, den ich mir vorgestellt hatte und den das Gesamtpaket eigentlich wert ist.

WirKaufens hat mich in diesem Fall so viel Geld gekostet und so verärgert, dass ich von weiteren Versuchen, diese Firma zu nutzen, absehen werde und ganz gewiss niemandem empfehlen werde, Geschäfte mit WirKaufens zu machen.


01 Januar 2018

2017 - es war ein ganz Besonders Jahr für mich

Erster Januar zweitausend achtzehn. Frohes neues Jahr!

Ein Rückblick auf das Jahr 2017:

Der Auftakt war großartig: Ich feierte einen sehr runden Geburtstag mit Familie und Freunden. Der Abend im bequemen und schönen Ambiente eines Restaurants war so perfekt, wie ich ihn mir besser nicht hätte wünschen können!

Im weiteren Winter und Frühjahr standen Vorbereitungen für die bisher großartigste Reise meines Lebens im Vordergrund: Mit Frau und Kind ging es im Mai und Juni fast 5.500 Kilometer durch den Westen der USA.
Kurz vor Abflug in die Vereinigten Staaten wurde als weiteres Highlight des Jahres unser Kind volljährig.
Die Reise war dann der absolute Höhepunkt (einen Reisebericht ist hier zu finden).

Aber es kam noch besser: Da wir im Herbst trotz der gut 3 Wochen USA noch Urlaubstage übrig hatten und wir zufällig auf ein unabschlagbares Angebot eines 4 ½ Sterne Hotels auf Kreta aufmerksam wurden, konnten meine Frau und ich spontan eine Woche so luxuriös wie nie zuvor in der Sonne entspannen und dabei einen Teil eines Landes kennen lernen, in das wir zuvor noch nie gereist waren.

Das Vorjahr wäre also bis dato als eines der schönsten Jahre meines Lebens in Erinnerung geblieben. Doch dann wurde kurz vor Weihnachten einer der für uns liebsten und wichtigsten Menschen "nach kurzer, schwerer Krankheit" aus seinem Leben gerissen.

Die guten Erinnerungen aus den wunderbaren zehn, elf Monaten bleiben. Doch die Traurigkeit ist im Moment noch allgegenwärtig.

Ein Ausblick auf das Jahr 2018:

Es wird bei uns weder runde noch "besondere" Geburtstage geben.
Es wird keine 3-Wochen-Fernreise geben.
Es stehen statt dessen eher anstrengende Renovierungsarbeiten an, für die wir Urlaub nehmen müssen.
Es wird also ein weit weniger spektakuläres Jahr als 2017.
Doch wenn wir das Glück haben, so weit wie möglich gesund zu bleiben, unsere Berufe weiter ausüben zu können und wieder viel Zeit mit für uns wichtigen Menschen verbringen zu können, wird auch dieses Jahr schön.
Denn wir werden auch im Jahr 2018 viele Tage mit kleinen Highlights haben, die wir genießen werden.

17 Juni 2017

Großartig und unvergesslich - ein Urlaub der besonderen Art

Das Fazit dieses kurzen Reiseberichts steht bereits in der Überschrift. Weitere Eindrücke von der Reise möchte ich aber gerne etwas ausführlicher beschreiben.

Der Reisezeitpunkt stand schon seit Jahren fest: Wenn das Kind sein Abitur hat, geht's mit ihm und der Ehefrau in die USA. Als die ersten Gedanken zu dieser Reise reiften, stand im Grunde das Jahr noch gar nicht fest: Eine "Ehrenrunde" wäre unerwartet passiert; es wurde also nach einem "Durchmarsch" das erstmögliche Jahr 2017 😄.
Der Terminplan der Schule für den Abijahrgang des Kindes meinte es gut mit uns: Die Zeitspanne zwischen der letzten Abiturprüfung und dem nächsten Pflichttermin war lang genug für diese dreiwöchige Tour, so dass wir nicht in den Sommerferien los mussten oder bis Herbst warten mussten (was dann u.U. auch mit beruflichen Dingen kollidiert wäre).

Ich freute mich über den Termin Ende Mai in den Juni hinein sehr, denn ich dachte, dass es dann an der Pazifikküste schon frühsommerlich warm sein würde und dass es in der Mojave-Wüste noch nicht ganz so heiß sein würde.
Denkste!
In der ersten Woche mit Stationen wie San Francisco, Highway 1 und Oxnard/Ventura war es trübe, windig und kalt.
In der Mitte mit Stationen wie Las Vegas und Death Valley war es windig (nein: stürmisch!) und extrem heiß.
Als es zum Ende hin einen Tag zu den Redwoods und Sequoias in die Berge ging, war es eiskalt (um den Gefrierpunkt) und so neblig, dass wir keinen Baum sahen - und sei er noch so groß.

Drei Attraktionen konnten wir zudem wegen Überfüllung durch Menschenmassen nicht ansteuern: Zuerst bei San Francisco die Muir Woods, dann die Golden Gate Bridge Aussichtspunkte Battery Spencer/Hawk Hill und schließlich in Los Angeles das Griffith Observatory bei Nacht (bei Tageslicht konnten wir dann hin): Jeweils waren die Zufahrten gesperrt, weil der Andrang zu groß war.

Damit sind die "Pleiten" aber bereits aufgezählt. Alles andere klappte wie am Schnürchen. Von pünktlichen und komfortablen Flügen über problemlose, schnelle Ein- und Ausreise, bis zu einem tollen Mietwagen (Dodge Journey SXT) sowie überall wie gebucht bereit stehenden Hotelzimmern. Es gab es keinen Anlass zu Unzufriedenheit.

Bei den wunderschönen Nationalparks Grand Canyon, Bryce Canyon und Yosemite passte auch das Wetter: Sonne, nicht zu kalt und nicht zu heiß.

Und heiß war es mitunter wirklich. Mir macht Hitze überhaupt nichts aus. Aber bei 43°C Lufttemperatur ohne jeden Schatten zum atemberaubenden Horseshoe Bend zu gehen, war trotz der nur kurzen Strecke eine Herausforderung.
Für die gewonnenen Eindrücke "leidet" man aber gerne mal kurz.

Die Autofahrten auf einsamen Nebenstraßen durch wunderschöne Landschaften, auf denen uns nur wenige andere Autofahrer begegneten, habe ich ganz besonders genossen.

Den seit Jahresbeginn wegen mehrerer Erdrutsche teilweise gesperrten Scenic Highway 1 konnten wir bis kurz hinter Big Sur problemlos befahren. Dann hieß es umkehren und über den Highway 101 Richtung Süden fahren. Ein kleiner Umweg, den wir für tolle Aussichten an der Küste gerne in Kauf nahmen.

Die Suche nach Essbarem war einfacher, als gedacht: Wir fanden abends nette Restaurants, die abseits der Systemgastronomie leckere Spezialitäten bei aufmerksamem Service zu moderaten Preisen anboten.
In den Nationalparks ist die Restaurantauswahl natürlich begrenzt und die Preise etwas höher. Aber wir fanden es auch dort nicht überteuert und bekamen gute Qualität für das Geld.
Alkoholfreie Getränke werden in fast allen Restaurants unbegrenzt nachgeschenkt; man zahlt nur das erste Glas. Gleiches trifft auf den Frühstückskaffee zu. Alkoholische Getränke sind allerdings deutlich teurer, als in Deutschland: Ein ca. 0,3 l großes Glas Bier war in keinem Speiselokal unter 5 $ zu bekommen, 6-7 $ für ein Bier sind üblich. Der Pitcher (1,89 Liter) für 12 $ in der Pizza Factory von Mariposa war damit das günstigste Budweiser der Reise.

Mit der Taktik, in den Metropolen SFO und LAX keine Downtown-Hotels zu buchen, lag ich für uns richtig: Etwas weniger Trubel, trotzdem gute Erreichbarkeit der Innenstädte.
Besonders empfehlen kann ich die Stadt Glendale für Besucher von Los Angeles: Die mit knapp 200.000 Einwohnern recht kleine Stadt ist im Grunde Teil des unüberschaubaren Molochs Los Angeles. Doch sie hinterließ bei uns den Eindruck einer menschenfreundlichen, sauberen Wohnstadt mit hübschen Nebenstraßen und Einkaufszentren. Dabei ist sie näher an den Attraktionen Hollywoods als Downtown LA.

Darüberhinaus haben mir die Küstenstädte Santa Cruz, Carmel, Santa Barbara und Santa Monica (dort gibt es auf der 3rd Street sogar eine in den USA seltene Fußgängerzone) besonders gut gefallen.

Der ständige Wechsel zwischen Weltmetropolen und Natursensationen machte für mich den besonderen Reiz dieser am Ende 5.415 Kilometer langen Auto-Rundreise aus.

Auch die mitunter räumliche Enge in den Hotelzimmern oder Staus (besonders in und um Los Angeles herrscht Dauerstau) konnten unsere gute Stimmung nicht schmälern.

Etwas, auf das wir so lange hingearbeitet hatten und auf das die Vorfreude so intensiv war, wurde für uns alle drei großartig und unvergesslich.

11 April 2016

Whiskyverkostung in der Barrensteiner Whiskybar

Whisky schmeckt mir. Am liebsten mag ich schottischen Single Malt. Viel Ahnung von der Herstellung, den Regionen, den Besonderheiten des schottischen Whiskys habe ich nicht. Was mich natürlich nicht davon abhält, mit Freunden immer mal ein wenig über Whisky zu plaudern.

Schon seit vielen Jahren redeten vier Kumpels und ich darüber, mal ein Whisky-Tasting mitzumachen. Keiner hatte eine Idee, wo und wann, aber es stand ewig auf unserer Freundes-To-Do-Liste.
Vor einigen Monaten hat sich einer meiner Freunde der Sache endlich angenommen: Er fand zunächst heraus, dass wir erfreulicherweise gar nicht weit reisen müssen, um ein Whisky-Tasting zu erleben. Wir Niederrheiner haben die "Barrensteiner Whiskybar" quasi direkt um die Ecke: Sie befindet sich im Ortsteil Barrenstein in Grevenbroich.

Nachdem zuerst tatsächlich recht schnell in Freitag, 08. April 2016 ein Termin gefunden wurde, an dem wir fünf alle Zeit hatten und die Bar noch einen Tisch für uns frei hatte, musste nur noch ein Fahrdienst organisiert werden, den einige unserer Ehefrauen netterweise an jenem Freitagabend übernahmen.

Bei unserer Ankunft um kurz vor 19 Uhr deutete von Außen nicht viel auf die Barrensteiner Whiskybar hin: Eine schottische Flagge neben einem unscheinbaren Holztor in einer unscheinbaren Fassade ließ uns davon ausgehen, dass wir richtig sind.

Mein erster Eindruck nach dem öffnen jenes Holztores und dem ersten Schritt in das Innere war: Oh, ist das eng hier! Eine kleine Theke links, ein kleiner Tisch rechts, ein paar Kühlschränke mit Bier und ein paar wenige Gäste füllten diesen Schankraum. Links fiel der Blick in einen Raum mit Tischen und Stühlen. Geradeaus war ein Innenhof sichtbar.
Mein erster Eindruck wurde unmittelbar gefolgt von zweiten Eindrücken wie "urig", "gemütlich", "verrückt".
Ich nehme es gerne vorweg: Der finale Eindruck nach dem Tasting war dann "phantastisch - Wiederholung bitte!"

Ein Teil des Schankraums am Eingang
An den schottischen Abenden mit Whiskyverkostung öffnet die Bar um 19 Uhr. In der halben Stunde bis zum Beginn des Programms hält man sich bei guten Wetter draußen im Innenhof auf. Dort ist viel Platz für die maximal 24 Teilnehmer (mehr passen in den Gastraum nicht hinein). Man kann ein Erfrischungsgetränk genießen, was ich in Form eines Tennant's Bieres tat, einem Lager Bier aus Glasgow.
Wichtig zu wissen: In der Barrensteiner Whiskybar gibt es keine deutschen Biere. Dafür jedoch eine riesige Auswahl an schottischen und irischen Bieren; sowohl weltbekannte Sorten als auch der Allgemeinheit sicher völlig unbekannte Marken. Denn neben der Whisky-Verkostung, für die im Moment 50 verschiedene Serien zur Verfügung stehen, kann man auch Biere, Rum oder Liköre in verschiedenen Serien ausprobieren.

Pünktlich um 19:30 Uhr erfolgte der "Umzug" vom Innenhof durch den Schankraum in den Tasting-Raum. Dieser ist so irre dekoriert, dass auch ein mehrstündiger Aufenthalt nicht ausreicht, um alle Details zu erfassen. Das Licht ist gedämpft, ein knisternder Holzofen sorgt für Wärme und heimelige Atmosphäre. Die Tische werden für jeden Abend individuell neu zusammengestellt: An jenem Abend gab es einen 10er Tisch, einen 3er Tisch, unseren 5er Tisch und einige 2er Tische.

Diejenigen, die bei der Reservierung Essen bestellt hatten, bekamen dieses direkt zu Beginn serviert. Stichwort Service: Ein Mitarbeiter kümmerte sich um das Füllen der Gläser und eine Mitarbeiterin nahm Bestellungen auf und servierte zusammen mit dem Kollegen. Wartezeiten? Keine. Freundlichkeit? Ja! Diese beiden Mitarbeiter trugen viel dazu bei, dass es ein so gelungener Abend wurde. Danke!

Nun zum Chef, Inhaber, Erfinder, Macher: Werner Bieler-Hoffrichter zeigte schon vor Beginn des Tastings Flexibilität, als er aus einer Unterhaltung zwischen mir und einem Freund erfuhr, dass wir gerne die eigentlich für uns gebuchte Hauptserie 1 "Bis 12 Jahre im Fass" aufbuchen möchten zur Hauptserie 9 "Aus jeder Region einen 18-jährigen". Er sagte "das schaffe ich noch", verschwand in seinem Arbeitszimmer gegenüber des Innenhofes und kam nach wenigen Minuten mit frisch gedruckten Infoblättern heraus. Auf unseren Deckeln (ja, ganz einfach wie in einer normalen niederrheinischen Kneipe üblich) wurde der Betrag für die Preisdifferenz notiert - fertig.
Die von mir gewählte Serie
Werner Hoffrichter führte sehr unterhaltsam durch den Abend. Bis zum Trinken des ersten Whiskys der Serie, die aus fünf Gläsern á 2cl besteht, verging schon eine Weile, was aber nicht tragisch war. Man konnte sich zwar des Eindrucks nicht erwehren, dass der Mann ein wenig egozentrisch veranlagt ist. Doch das sollte man so akzeptieren; er darf zurecht stolz sein, auf das, was er sich da in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Es gibt im Jahr 2016 ungefähr 50 Whiskybars in Deutschland, und seine wurde 2015 zur Zweitbesten gekürt.
Mit Informationen zu dieser für ihn ohne Zweifel bedeutenden Auszeichnung beginnt er seine Ausführungen, die überleiten zu interessanten Informationen über die fünf Whisky-Regionen in Schottland und die noch lange nicht enden mit Insiderwissen über einzelne Destillen, das er sich bei Besuchen vor Ort angeeignet hat.

Zwischen den einzelnen "Gängen" der Whiskyserien (an dem Tag war keine Rum-, Bier- oder Likör-Serie gebucht) spielt Werner Hoffrichter Dudelsack. Ja, es ist laut. Ja, in meinen Ohren klingt das nicht angenehm. Dennoch fand ich es interessant.

Mehr Details zum Ablauf der eigentlichen Verkostung und zu den weiteren, den Abend kurzweilig füllenden Aktionen möchte ich nicht veröffentlichen.
Um das alles komplett zu erleben, empfehle ich einen Besuch - nach Vorreservierung per Telefon oder Email. Alle Informationen dazu sind auf der Webseite barrensteiner-whiskybar.de zu finden.

Ebenfalls sind alle Preise auf der Webseite zu finden. Neben dem Tennant's Bier gönnte ich mir zum Abschluss des Abends noch ein 2cl Glas eines meiner Lieblingswhiskys, den ich aber im Moment nicht zu Hause in meiner Bar stehen habe. In der Summe habe ich für diesen Abend 80€ bezahlt. Wer den Abend richtig genießen möchte, sollte sich meiner Meinung nach gedanklich nicht auf den Preis seiner gebuchten Serie fixieren, sondern einkalkulieren, dass für weitere Getränke vor Ort noch ein paar Euro hinzu kommen. Wer kein warmes Essen bestellt, bekommt (nicht nur) zur Geschmacksneutralisierung Knabbereien am Tisch. Im Schankraum gibt es zwischendurch leckeres, frisches Brot mit verschiedenen Dips. Beides ist im Preis für die Serie inbegriffen.

Fazit: Ich fand den Abend in lockerer, aber in keiner Weise ausufernder Stimmung, großartig. Und meine Kumpel waren ebenfalls begeistert.

01 März 2016

Erfahrungsbericht: Per Blog-Anwendung zur Fanclub-Homepage

Dies wird ein kurzer Erfahrungsbericht über die Webanwendung Wordpress. Denn die hat mich sehr positiv überrascht.
Innerhalb weniger Stunden ist es mir gelungen, eine - zugegeben kleine - Webseite für (m)einen Borussia Fanclub zu erstellen und zu veröffentlichen.

Ich habe schon zahlreiche private Webseiten erstellt: Für mich selbst, für Familienangehörige, für Freunde und auch für mehrere Vereine, denen ich im Laufe der Jahre angehörte. Es waren nie professionelle Arbeiten, aber sie erfüllten ihren Zweck der Information über das jeweilige Thema.

Manche davon habe ich mithilfe von phpwcms erstellt (online ist davon nur noch jene von meinem Abiturjahrgang - da sieht man mal, wie alt das System schon ist), für einige habe ich Joomla genutzt (von Version 1 bis Version 3), und eine habe ich tatsächlich in purem HTML offline erstellt und dann lediglich per FTP auf den Webserver hochgeladen (mehr w3c-kompatibel war keine meiner Webseiten).

Mit Wordpress bin ich vor einigen Jahren schlicht dadurch in Berührung gekommen, dass mein Twitter-Account von zahllosen Wordpress-Accounts vollgespamt wurde ab dem Moment, wo ich den Begriff einmal getwittert hatte. Wordpress war erstmal bei mir unten durch. Ich schwor mir, diesem Schrott keine Beachtung zu schenken und es soweit es geht zu ignorieren.

Für die eingangs erwähnte Fanclubseite plante ich daher ursprünglich wieder die Verwendung von Joomla als CMS. So einfach die aktuelle Joomla Version als Administrator auch zu bedienen ist - es bleibt ein gewisser Aufwand bei der Ersteinrichtung und bei der Gestaltung des Frontends.
In irgendeinem Forum las ich eher beiläufig, dass man Wordpress auch als CMS nutzen kann. Das machte mich dann doch wieder neugierig.

Während meiner ersten Recherchen legte ich eine lokale Wordpress Installation mit XAMPP an, für die ich einige Hürden überwinden musste, die mein Windows 10 so mit sich bringt, damit Apache und MySQL lokal laufen. Nach Deaktivierung eines Windows Dienstes lief es dann problemlos.

Und schon nach wenigen Minuten als Admin in Wordpress wurde mir bewusst, wie klar strukturiert der gesamte Aufbau ist. Noch viel einfacher strukturiert, als bei Joomla, aber nicht mit viel weniger Möglichkeiten, was das Ergebnis einer einfachen Webseite mit ein paar statischen Seiten und dann langsam wachsenden redaktionellen Beiträgen betrifft.

Mein Ehrgeiz war geweckt: Ich schrieb einige kurze Artikel, um die Seite nicht völlig leer zu publizieren. Und ich fand ein meinem Geschmack extrem gut entsprechendes Theme. Das musste ich zwar bezahlen, aber es lässt sich mit einem toll funktionierendem Plugin optisch wunderbar anpassen. Das Theme ist außerdem sofort komplett responsiv - das war mein Hauptwunsch für die neue Webseite.

Bei der Veröffentlichung gab (und gibt es noch immer) kleinere Probleme mit den Zugriffsrechten auf die Verzeichnisse auf dem Webserver. Aber das laste ich weniger Wordpress an, sondern eher dem Hoster. Da bin ich noch auf der Suche nach einer optimalen Lösung.

Dass sich Wordpress auch prima als Ersatz für das Tool Blogger hier eignet, daran habe ich keinen Zweifel. Ich verstehe jetzt gut, warum viele Blogger auf Wordpress als Basis setzen.

Wordpress jedoch auf die Funktion als Blogging-Tool zu reduzieren, ist nicht richtig: Dank Nutzerverwaltung ist es ein prima CMS, selbstverständlich mit funktionellen Einschränkungen in Sachen Rechteverwaltung.

So schnell und problemlos hatte ich noch nie eines meiner kleinen, privaten Webprojekte fertig. Das Eregbnis ist auf www.rauchende-colts.org zu sehen.

06 September 2015

Wie ich im Sommer 2015 das Laufen lernte

Als mich im März diesen Jahres ein Trainer meines Fitnessstudios darauf hinwies, dass JustFit als Sponsor des Run & Fun Laufs in Mönchengladbach allen Mitgliedern eine kostenlose Vorbereitung auf den Lauf anbietet, war ich zunächst nicht interessiert, mitzumachen.

Kurz darauf erfuhr ich, dass Freunde, ja sogar Familienmitglieder mit deren Firmen/Arbeitgeber am Run & Fun Lauf teilnehmen werden, was dann doch mein Interesse weckte.

Als Minimalziel für den Lauf, der am 16. September 2015 stattfinden wird, setzte ich mir, dass ich die gesamte Strecke von 5,2 km laufend, also ohne Gehpause, zurück lege.
Als sportliches Fernziel dachte ich, dass ich mit etwas mehr Ehrgeiz und Training vielleicht dahin komme, eine Zeit von unter 30 Minuten zu laufen.

Im Mai begann im zweiten JustFit Club am Stadtwald der Lauftreff für Mitglieder, der jeden Donnerstagabend stattfindet.

Der Anfang war beschwerlich für mich. Zwar treibe ich mein ganzes Leben lang schon Sport, doch gehörte Ausdauertraining bisher kaum dazu. Erst recht nicht "joggen", was ich noch nie mochte.

Erste Laufversuche endeten nach 3 km mit Schmerzen in den Fußgelenken, in den Knien und in der Hüfte. An den ersten Donnerstagen bestanden die 5 km für mich aus abwechselnd laufen (ca. 3 km) und gehen (ca. 2 km).

Danach dauerte es jeweils bis montags, ehe ich wieder einigermaßen schmerzfrei und ohne zu humpeln gehen konnte. Mich Freitagsmorgens die Treppe herunter kriechen zu sehen, war ein diebisches Vergnügen für meine Liebsten zu Hause.

Anfang Juni investierte ich dann in für mich passende Laufschuhe. Unter erstklassiger, fachkundiger Beratung bei Laufsport Bunert mit detaillierter Video-Lauf-Analyse erstand ich ein Paar farblich grenzwertiger, aber perfekt sitzender Schuhe der Marke Asics.

Mit diesen Tretern an den Füßen lief ich dann nicht nur erstmals mehr als 5 km am Stück durch, sondern konnte auch eine weitere Strecke als bisher schmerzfrei laufen. Erst nach ca. 4 km fingen meine Knie an zu zicken. Auch die Erholungsphasen wurden kürzer: Freitagsmorgens hatten meine Liebsten weniger zu lachen, und ich konnte schon am Wochenende wieder gehen, ohne ein Bein nachzuziehen.

Im Juli gab es dann mal einen Durchhänger. Nachdem ich mich von Woche zu Woche gesteigert hatte und an einem Donnerstagabend dann 6,2 km mit einer für mich bis dahin nie erreichten Pace von 6:15 min/km gelaufen war, bekam ich schwere Beine. In der Woche darauf bekam ich nach 300 Metern einen Wadenkrampf und stieg für den Tag aus. Weitere 3 Wochen lang strengte mich jeder Schritt an, und auch die vorsichtige Einnahme von Magnesium besserte es nicht merklich.

Erst Ende August klappte es wieder besser. Mein anfangs gesetztes Minimalziel, 5 km durchzulaufen, schaffte ich jetzt relativ problemlos.
Und heute, an einem Sonntag eineinhalb Wochen vor dem Run & Fun Lauf, legte ich erstmals ein "Zwischentraining" ein. Und siehe da: Die 5 km Distanz hatte ich tatsächlich in unter 30 Minuten geschafft. Für die 5,2 km brauchte ich heute 30:43 min, was einer Pace von 5:53 min/km bzw. einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von 10,2 km/h entspricht. Und das nach nur zwei Tagen Ruhepause.

Wenn ich diese Zeit am 16.9. bestätigen könnte, wäre das phantastisch.

[Nachtrag vom 17.9.: Meine offizielle Laufzeit lautete 28:50 min.
Das ist wirklich mehr als zufriedenstellend für mich!]

Ich bin nach wie vor weit davon entfernt, längere Strecken wie einen 10 km Lauf zu absolvieren. Und das Laufen macht mir auch nicht sooo viel Spaß, dass ich den Ehrgeiz habe, das auszubauen.
Aber ich finde es absolut faszinierend, was der menschliche Körper in der Lage ist, zu leisten, wenn man ihn fordert. Dass anfängliche Qualen und Schmerzen überwunden werden können und man etwas "locker" schafft, was wenige Monate zuvor unerreichbar schien.

Dankbar bin ich JustFit dafür, dass mir diese Erfahrung ermöglicht wird. Ich freue mich auf den gemeinsamen Lauf mit dem gesamten Team und allen Mittrainieren in knapp zwei Wochen.

29 August 2015

NFL 2015/2016: Go Pack Go

Die nächste Footballsaison steht unmittelbar bevor. Es ist eine Jubiläumssaison, denn an deren Ende wird der 50. Superbowl ausgetragen. Er findet im Stadion der San Francisco 49ers statt, jenes Team, dass dafür sorgte, dass ich Ende der 80er Jahre erstmals auf diese Sportart aufmerksam wurde.

Damals, 1989, war ich einige Tage in San Francisco und bekam den Hype um dieses Team recht intensiv mit. Die Stadt ist bis heute meine Lieblingsstadt auf der Welt. Nur leider spielen die 49ers nicht mehr in San Francisco. Das neue, 2014 fertig gestellte Stadion befindet sich in Santa Clara.
Auch für die weite Entfernungen gewohnten Amerikaner ist das eine ziemliche Strecke: Fast 80 km, bei guter Verkehrslage ca. 1 Stunde Fahrt mit dem Auto entfernt von Downtown San Francisco.

Man stelle sich vor, die Fußball Bundesliga würde sich entscheiden, ein neues Stadion für Borussia Mönchengladbach nicht in Gladbach, sondern - sagen wir mal - in Bochum zu bauen, was von der Entfernung ungefähr gleich ist.
Natürlich hinkt der Vergleich, weil es im Rheinland traditionelle Fußball-Vereine en masse alle paar km gibt. Das nächstgelegene NFL Team dort sind die Oakland Raiders auf der anderen Seite der Bucht von San Francisco.
Die Macher der NFL verfolgen mit dem "Umzug" der 49ers selbstverständlich geschäftliche Interessen. Ziel ist die Erschließung des südlichen Umlandes von San Francisco als Fan-Heimat für die 49ers. Rund um das Silicon Valley soll wohl das Merchandising angekurbelt werden.

Und hier genau komme ich zu dem Punkt, den ich los werden möchte: Diese 49ers sind durch die räumliche Trennung von der Stadt nicht mehr "meine" 49ers. Obwohl ich das Geschehen von der anderen Seite der nördlichen Welthalbkugel aus verfolge, entfremdet mich der neue Standort von den 49ers.

Klar, alle NFL Teams dienen dem Kommerz. Aber halt - da gibt es ein Team, das mir auch schon seit Jahren sympatisch ist, dessen Stadionname nicht an einen Konzern verkauft wurde und in dessen Heimspielstätte kaum eine Werbetafel zu sehen ist und das in diesem nahezu historischen Stadion ohne Dach bei arktischen Temperaturen vor immer ausverkauftem Haus spielt und wo Saisontickets vererbt werden. Ich spreche von den Green Bay Packers.

Green Bay ist ein Städtchen mit etwas über 100.000 Einwohnern im Norden des Landes, wo es lange, eiskalte Winter gibt. In diesen Wintern versetzt das Team die gesamte Region in einen Ausnahmezustand.
Wikipedia beschreibt das, was ich hervorheben möchte, wie folgt:
"Die Green Bay Packers sind das einzige Team im US-Profisport, das nicht Eigentum eines einzelnen Besitzers ist, sondern mehr als 350.000 Anteilseignern gehört. Die Green Bay Packers sind darüber hinaus das älteste Team, das noch immer an seinem Gründungsort spielt."

Etwas weniger Kommerz als an anderen NFL-Standorten, eine eher kleine Stadt ohne touristische Höhepunkte als Geburtsstätte des Vereins, eine enge Verbundenheit mit den Fans - all das kommt mir irgendwie bekannt und sehr sympatisch vor. Einen direkten Vergleich zu Borussia Mönchengladbach möchte ich nicht ziehen, aber ich bin der Meinung, gewisse Parallelen sind feststellbar.

Bewusst wurde mir das erst, als ich im Jahr 2008 eine Chefin bekam, die ganz in der Nähe von Green Bay in Wisconsin geboren ist. Von ihr erfuhr ich, welche Bedeutung die Packers für die Region haben und wie sehr man sich als dort geborener Mensch mit den Packers verbunden fühlt.

In den Jahren seit 2008 bis 2013 tendierte ich immer noch leicht über 50% zu den 49ers. Doch schon in der letzten Saison merkte ich, wie sich meine Sympathie-Gewichtung mehr in Richtung Packers bewegte.

Falls, was ich nicht glaube, die 49ers es in dieser Saison schaffen, das "Finale daheim" zu erreichen, würde es mich für die Leute aus der Gegend um San Francisco freuen. Und je nach Gegner würde ich sogar mit den 49ers halten.
Wären die Packers jedoch auf dem Weg zum Finale ein Gegner der 49ers in den Playoffs, würde ich aber inzwischen tatsächlich mit den Käseköpfen halten.

So. Jetzt ist es raus. Mein Twitterprofil ist bereits entsprechend geändert.

Mögen die mit ihrem Herzblut an den 49ers hängenden Fans mir bitte verzeihen und auf einen Shitstorm verzichten. Eigentlich wechselt man "seinen" Verein nicht. Aber andererseits muss man auch seinem Gefühl folgen und nicht aus alter Gewohnheit an etwas festhalten, das man nicht mehr ohne Vorbehalt unterstützt.

25 Mai 2015

Einfahrt am Niederrhein

Wenn man ein fabrikneues Auto bekommt, muss es nicht mehr wie früher zwingend eingefahren werden.
Aber es schadet nicht, die ersten Kilometer mit wechselnden Geschwindigkeiten im unteren bis mittleren Drehzahlbereich zu fahren. Landstraßen sind dafür am besten geeignet.

Und was macht eine solche Erstfahrt attraktiv? Eine landschaftliche reizvolle Strecke mit einem Umkehrpunkt, an dem man kurz verweilen und sich die Beine vertreten kann.

Meine Wahl fiel auf die folgende Route:
Mönchengladbach - Viersen - Grefrath - Straelen - Geldern - Kevelaer - Uedem - Rees.

Rees ist ein direkt am Rhein gelegenes Städtchen, das sowieso immer einen Besuch wert ist. Den Mittagssnack genossen wir auf der Terrasse eines Lokals mit freiem Blick auf den Strom. Herrlich!

Rees, Rheinufer

Der Rückweg verlief wie folgt:
Rees - Wesel - Alpen - Kamp-Lintfort - Kempen - Tönisvorst - Willich - Korschenbroich - Mönchengladbach.

Insgesamt fuhren wir gemütliche 220 Kilometer, die dem Wagen und auch uns gut taten.

Wenn man sich über das neue Auto freut und dazu noch die schöne Landschaft genießen kann, die einem ein angenehmes, pures Heimatgefühl bietet, dann ist es einfach ein wunderschöner Tag!

29 März 2015

Das Minto Pre-Opening, Teil 2: Meine ersten Eindrücke

Nach dem für mich etwas holprigen Auftakt des Pre-Openings wurde der Abend deutlich besser. Im Gebäude gefiel mir sofort die Atmosphäre, zu der die von DJ Phil Fuldner aufgelegte Musik nach meinem Geschmack bestens beitrug. Die am Eingang noch eng drängelnden Menschenmassen verteilten sich rasch im Gebäude, so dass wir mit ausreichend Freiraum das gesamte Minto ausgiebig erkunden konnten.

Es ist ein herausragendes Stück Architektur entstanden. Immer wieder blieb ich stehen, schaute nach vorne, nach unten, nach oben. Fast überall kann man in mehrere Ebenen des Gebäudes sehen. Die Formen sind fließend und stimmig.
Das Licht ist sehr wohltuend, die gesamte Atmosphäre empfinde ich als angenehm.


Ein Shoppingcenter mit so vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten habe ich bisher so noch nie gesehen. Wartezeiten auf den Partner, der in Läden stöbert, die der andere vielleicht weniger interessant findet, können gemütlich überbrückt werden. Wer möchte, lädt dabei sein Smartphone an einer der zahlreichen Steckdosen auf und surft dazu im kostenlosen W-LAN, das nur in ganz wenigen Teilen des Gebäudes keinen vollen Empfang hatte. Wartezeiten, die mich in anderen Malls nerven, werden hier zur angenehmen Auszeit.


Die überwältigende Mehrheit der Läden ist hochwertig gestaltet. Dass die Firma Aldi es in diesem attraktiven Umfeld nicht gewagt hat, von der überall üblichen Ausleuchtung mit farblosem Neonlicht abzuweichen, finde ich etwas schade.
Auch die Firma Deichmann hat sich für einen eiskalten, neonlicht-weißen Verkaufsraum entschieden. Warum? War er vielleicht noch nicht fertig? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein ganz besonderes Gefühl war es für mich, am unteren Eingang der Hindenburgstraße, Ebene 1 zu stehen. Dort befand sich früher der Eingang zum Lichthof. Der stieg ja bekanntlich in Richtung Steinmetzstraße an. Hier lässt sich zumindest in Ansätzen erahnen, welch immense Erdmassen bewegt wurden, um diese Ebene 1 bis hin zur Viersener-/Stepgestraße zu erstellen.

Immer wieder versuchte ich während unseres ersten Rundgangs auch, mir Standpunkte in Erinnerung zu rufen, die sich während meiner Baustellenführung eingeprägt hatten. Zu der Zeit gab es noch keine Zwischenwände, in denen sich jetzt die Läden befinden. Ich fand das sehr interessant. Am einfachsten gelang der Vergleich von der Bauphase mit dem jetzigen Stand auf der Ebene 4 am Mintos Deli mit der jetzt bestuhlten Dachterrasse, die wir auch während der Baustellenführung schon betreten durften. Da das Vapiano auf der Ebene 3 auch Außenplätze anbietet, ist das Minto ein Einkaufszentren mit direkter Außengastronomie, was ich richtig gut finde.

Obwohl ich kein Kleidungsshopper bin, finde ich im Minto genug Geschäfte, die Waren und Leistungen anbieten, die interessant für mich sind.


Ich kann mir sogar vorstellen, an Schlechtwettersonntagen dort zum Spaziergänger zu werden, so gut gefällt es mir.

Dass durch Umzüge von Geschäften ins Minto jetzt Leerstände auf der Hindenburgstraße zu sehen sind, ist hoffentlich nur eine vorübergehende Situation. Ich hoffe und wünsche mir für unsere Stadt, dass das Minto das gesamte Zentrum belebt, dass es lokale und auswärtige Besucher und Käufer anzieht und somit die ganze Stadt davon profitiert. So, wie es jetzt zum Auftakt schon gestaltet ist, sollte das eigentlich gelingen. Sorgen zu negativen Auswirkungen auf Rheydt kann ich dabei durchaus nachvollziehen. Lasst uns bitte dennoch das überwiegend Positive herausstellen und genießen.


Fazit: Ich bin begeistert und freue mich sehr über das Minto und auf viele zukünftige Besuche dort!

Das Minto Pre-Opening, Teil 1: Etwas holpriger Auftakt

Auf das Einkaufszentrum direkt in der City von Mönchengladbach freue ich mich, seit damit begonnen wurde, über diese Idee zu diskutieren.

Gerne dürfen meine Leser an dieser Stelle mahnend den Zeigefinger gegen mich erheben und darauf hinweisen, dass ich in allen mir zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken meine Unzufriedenheit mit dem Namen "Minto" kund getan habe. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Phonetisch finde ich Minto zwar sehr gelungen, doch die dahinter stehende Bedeutung aus dem jlabbacher Platt geht meiner Meinung nach völlig am Thema eines 4-Sterne-Shoppingcenters vorbei. Doch diesen Punkt verbanne ich soweit wie möglich aus meinen Gedanken.

Über die in den letzten Wochen kontinuierlich an Inhalt und Funktion wachsende Webseite www.minto.de hatte ich mich frühzeitig zur Teilnahme an der Verlosung für ein Ticket zum Pre-Opening am Mittwoch, den 25.März 2015 angemeldet. Und tatsächlich war mein Versuch von Erfolg gekrönt: Am 18.3. traf um 15:42 Uhr eine Glückwunsch-E-Mail bei mir ein: Ich darf dabei sein! Dass bis zum nächsten Morgen dann noch vier weitere Teilnahmebestätigungen für mich eintrafen, verwirrte mich zunächst ein wenig. Aber ich fand heraus, dass es vielen ebenso erging und machte mir dann keine Sorgen deswegen.

Zu viert fanden meine Frau, mein Sohn, eine Freundin und ich uns schon um 18:30 Uhr, eine Stunde vor dem Einlass zum Pre-Opening, am Eingang zur Ebene 3 ein.
Vor C&A hatte sich schon eine beachtliche Menschentraube gebildet.



Am dortigen VIP-Servicepunkt fragte ich bei den Minto-Mitarbeitern nach, ob denn dieser eine schmale Eingang am Roten Teppich der einzige Einlass sein würde, oder ob auch die Bänder weiter unten an den Stufen noch entfernt würden. Ja, lautete die Antwort, nur hier oben an der Ecke kommt man rein. Leider war diese Aussage nicht korrekt und war dann letztendlich wirklich schlecht für uns: Zum einen konnten wir von unserem Standpunkt unter dem C&A-Vordach so gut wie nichts vom Vorprogramm sehen, und zum anderen hatten wir von dort die denkbar schlechteste Ausgangsposition, als dann die Türen geöffnet wurden und doch eine große Anzahl Besucher von rechts über die Treppen in Richtung Tür drängten und dort wesentlich mehr Platz zur Verfügung hatten, als wir in dem engen Bereich vor C&A.

Es dauerte gut 20 Minuten, ehe wir überhaupt im Gebäude waren. Schade. Ich finde es ärgerlich, wenn man eigentlich einer der Ersten in einer Schlange ist, aber dann durch Fehlinformationen weit nach hinten rutscht.
Es kommt noch hinzu, dass wir gut eine Stunde später feststellten, dass alle Türen geöffnet wurden und jeder, egal ob eingeladen oder nicht, hinein kam. Zwar kann ich die Pläne von Betreiber Mfi zur Begrenzung der Menschen beim Pre-Opening verstehen, doch hätte ich mir viel Zeit und Mühen sparen können, wenn ich einfach gemütlich und ohne fast 90 minütiges Anstehen erst um 20:30 Uhr gekommen wäre. Dies zur wieder einmal bewiesenen These "Nachher ist man immer schlauer".



Hier geht's zu meinen ersten Eindrücken nach dem Einlass.

22 Februar 2015

Borussia beim HSV

Das Spiel #BMGHSV war schlecht. Von beiden Mannschaften. Das Zuschauen am TV empfand ich eher als Qual denn als Vergnügen. Darum bin ich jetzt einfach nur erleichtert, dass es nach dem Grottenkick von Borussia Mönchengladbach beim HSV doch noch zu einem glücklichen Punkt gereicht hat. Was war das gestern für eine tolle Vorlage der Mannschaften auf den Plätzen 4, 5 und 6 für uns, den Abstand in der Tabelle auszubauen. Leider vertan.
Die von Max Eberl sowohl vor als auch nach dem Spiel genannte Ausrede "Müde aus dem Europapokal" lasse ich nicht gelten: Nur vier Feldspieler aus der Startelf hatten den Donnerstag in den Knochen. Und ich finde, dass die Spieler, die rein rotiert wurden, allemal das Zeug dazu haben sollten, der zurecht abstiegsbedrohten Truppe des HSV zu zeigen, wo es lang geht.
Arrrrgh!
Danke, jetzt geht's wieder.

02 September 2014

Pläne von Kaufland für Mönchengladbach Holt

Auch wenn die Informationsveranstaltung der Stadt Mönchengladbach mit dem Bauunternehmen Jessen und Kaufland schon ein paar Tage zurück liegt (14. August 2014), möchte ich meine Meinung zum geplanten Kaufland Supermarkt in MG-Holt noch öffentlich machen.

Worum geht es?

Im Stadtteil Holt befindet sich zwischen den Straßen Aachener Straße, Monschauer Straße und Bahnstraße die leer stehende Immobilie eines Baumarktes, der einst als Derichs eröffnete und als Praktiker in die Insolvenz ging.
Auf diesem Gelände möchte die Jessen Baugesellschaft einen Neubau errichten und diesen an die Firma Kaufland vermieten. Die geplante Verkaufsfläche soll bei 4.300-4.500 qm liegen.

Was sind die Bedenken?

Es gibt zwei Hauptkritikpunkte:
1. die Befürchtung, dass diese Ansiedlung eines großen Supermarktes dem existierenden Einzelhandel in Holt schadet
2. die Befürchtung, dass die Belastung durch Lärm und Abgase auf der sowieso schon sehr stark befahrenen Bahnstraße noch erheblich zunimmt

Meine Meinung

Als Anwohner, der nur wenige Minuten Fußweg von besagtem Gelände entfernt wohnt, würde die Verwirklichung des Projekts unmittelbare Auswirkungen auf mich haben.

Drei der Informationen aus der eingangs erwähnten Informationsveranstaltung sind aus meiner Sicht durchaus positiv:
- dass die Bahnstraße vor dem Markt für Abbiegespuren um 4 Meter verbreitert werden soll
- dass die Belieferung des Marktes über die Waldnieler- und Monschauer Straße statt über die Bahnstraße erfolgen soll
- dass Kaufland zusagt, für diesen Markt 100% der Steuer an Mönchengladbach abzuführen und nicht teilweise am Ort des Firmensitzes.
Beim Punkt Belieferung muss sich zeigen, ob diese Auskunft von Kaufland der späteren Realität entspricht, denn falls die erwarteten 20-25 LKWs pro Tag von Süden kommen sollten, würde die Nutzung der Abfahrt Mönchengladbach-Nordpark einen Umweg bedeuten, der Zeit und Kraftstoff kostet.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass dieser Standort in Mönchengladbach so ziemlich alles gebrauchen kann - außer einem weiteren Supermarkt!
Wir Holter haben, was das Einkaufen des täglichen Bedarfs betrifft, großes Glück: Neben alteingesessenen Einzelhändlern an der Aachener Straße befinden sich aktuell folgende Ketten-Lebensmittelgeschäfte in einem Umkreis von weniger als fünf Minuten Fahrt mit dem Auto (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):
3x Edeka / E-Center (Nordpark, 2x Dahlener Straße)
2x HIT (Rudolfstraße, Dahlener Straße)
2x Aldi (Monschauer Straße, Nordpark)
2x REWE (Waldnieler Straße, Hermges)
2x Penny (Hehnerholt, Dahlener Straße)
1x Lidl (Monschauer Straße)
1x Netto (Bahnstraße)
Dazu sind zwei Real Märkte in gut 5 Minuten erreichbar (Rheydt-Zentrum und Reyerhütte).
Wo zum Teufel liegt da der geografische Bedarf für einen riesigen Kaufland-Markt?

Wenn diese Ansiedlung von Kaufland als rentabel berechnet wurde, dann führt das in der Konsequenz doch logischerweise dazu, dass Menschen, die bisher in den o.g. Geschäften eingekauft haben, dies dann im Kaufland tun werden.
Kaufland stellt heraus, dass bis zu 80 neue Arbeitsplätze im neuen Markt geschaffen werden sollen. Aber wenn bei den anderen weniger gekauft wird, werden dort doch Arbeitsplätze wegfallen. Im Falle von Hit erwarte ich sogar, dass mindestens einer der beiden Märkte schließen wird.
Auch werden die in Märkten solcher Größe üblichen Geschäfte "hinter den Kassen" zu Umsatzeinbußen bei den existierenden Holter Geschäftsleuten führen: Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, wie sich eine Bäckerei im Kaufland auf die Bäckerei an der Aachener Straße gegenüber auswirken wird. Ähnliches droht dem Reisebüro, der Reinigung und nicht zuletzt den Grillbuden. An eine von Kaufland vorhergesehene "Magnet-Wirkung" durch oder einen "Überschwapp-Effekt" aus dem Markt kann ich nicht glauben. Der durschschnittliche Konsument ist dafür doch viel zu bequem und erledigt alles unter einem Dach. Diese Ankündigungen halte ich schlicht für Augenwischerei.

Mein Schlusswort

Was Holt viel mehr gebrauchen könnte als einen weiteren Supermarkt, sind Einwohner, die ihren täglichen Bedarf in den bestehenden Läden decken. Meiner Meinung nach würde ein Projekt wie die Roermonder Höfe viel besser auf das Praktiker Gelände passen als auf die Bleichwiese.
Selbst eine weitere Nutzung unter einer anderen Baumarkt-Marke halte ich für viel sinnvoller - aber Jessen sagt, man finde dafür keine Mieter.
Ich finde diese Entwicklung sehr bedauerlich!

Wer sich dafür engagieren möchte, dass die Interessen der Holter Geschäftsleute so weit wie möglich gewahrt bleiben, findet auf der Webseite www.holt-hats.de weitere Informationen.

16 Mai 2014

Foursquare

Falls mich einer meiner Foursquare-Freunde ebendort vermissen sollte: Ich habe meinen 4SQ-Account heute gelöscht.

Die künftigen Funktionen von Foursquare ohne Check-In-Möglichkeit interessieren mich wenig. Und zur Nutzung der Nachfolge-Check-In-App "Swarm" ist eine permanente GPS-Aktivierung auf dem Handy erforderlich, was ich schon alleine aus Gründen der Akku-Laufzeit auf keinen Fall möchte.

Mir hat 4SQ in der bisherigen Form jahrelang viel Spaß gemacht, knapp 3.500 Check-Ins und dutzende Mayorships zeugen davon.

Denjenigen, denen es auch in der neuen Form Freude bereitet, wünsche ich weiterhin viel Spaß damit.

12 März 2014

Mönchengladbach sucht einen Namen

Im Zentrum von Mönchengladbach entsteht etwas Großartiges für die Stadt: Ein 5-Sterne-Einkaufszentrum mit allem Drum und Dran. Dass der Shopping-Tempel nicht auf völlig uneingeschränkte Zustimmung bei allen politischen Parteien, bei allen Nachbargemeinden oder bei allen Einzelhändlern in der Gegend stößt, minderte bisher meine Vorfreude auf die "Mönchengladbach Arcaden" in keiner Weise.

Heute jedoch wurde meine Vorfreude getrübt. Denn heute wurden auf der Webseite www.deincenter-deinname.de die zehn von einer Jury ausgewählten besten Namensvorschläge für das zukünftige Einkaufszentrum bekanntgegeben und zur Abstimmung gestellt. Aus über 2000 Vorschlägen hat die Jury die Folgenden ausgewählt:

The Mall, 5ENSES, Scala, Gladis, M, Minto, MoM, Vis-à-Vis, Mönchs, CROONS

Ich las die Liste aufmerksam. Ich las sie noch einmal. Und fragte mich: Warum nur?
Bei jedem Begriff schossen mir andere Assoziationen ins Hirn, die so rein gar nichts mit einem Einkaufserlebnis in meiner Heimatstadt zu tun haben wollten. Bei jedem Namen versuchte ich mir vorzustellen, dass ich zu Freunden sage: "Ich gehe nachher noch ins XYZ, kommst Du mit?". Ging nicht.

Ich mache hier mal meine Gedanken, die ich beim Lesen der Namensvorschläge spontan hatte, öffentlich. Vielleicht gibt es Feedback, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht. Oder ich lerne, dass ich ein zu kritischer Sonderling bin.

The Mall:
- global unbescheiden und darum sich in der niederrheinischen Provinz der Lächerlichkeit preisgebend

5ENSES:
- nicht aussprechbar

Scala:
- Oper oder Shopping? Oper!

M:
- spielt in jedem 007-Film mit

MoM:
- weckt sofort Assoziationen mit einem der berühmtesten Museen der Welt weckt - aber oh, da fehlt ja ein Buchstabe. Gut, dann bleibt's die englische Kurzform von Mutter.

Vis-à-Vis:
- existiert ja bereits für die temporäre Wellblechhütte gegenüber und ist dafür gar nicht schlecht geeignet - aber wessen Gegenüber ist das große neue Vis-à-Vis denn dann?

Gladis, Mönchs, Minto:
- drei Namen mit "Lokalkolorit". Es erscheint es mir unvorstellbar, dass ich Freunden erzähle "Das habe ich im Gladis gekauft" oder "Das ist aus'm Mönchs".
Echter Jlabbacher Slapstick ist zu erwarten bei "Dat is jetz minto - weil isch war im Minto!"

Habe ich was vergessen? Ach ja, CROONS. Klingt ein bisschen hart in der Aussprache, aber ein wirklicher Kritikpunkt springt mir dabei nicht ins Auge oder ins Hirn.

Aber bei neun anderen. Von zehn. Meine Enttäuschung könnte leider nicht größer sein. Schade, Chance vertan. Ich werde nicht abstimmen. Zumindest nicht, wenn die Auswahl so bestehen bleibt.

Mir graut davor, dass die aus der gesamten Entwicklungsphase vertrauten "Mönchengladbach Arcaden" eines Tages wirklich einen dieser unsäglichen Namen bekommen könnten. Und ich trotzig weiter Arcaden dazu sagen werden muss.

23 Februar 2014

Warnung vor Windows Service Center Anruf - Abzocke!

Im Folgenden dokumentiere ich einen betrügerischen Telefonanruf, dessen Zweck es offensichtlich war, Geld von mir zu ergaunern.

Am Samstag, den 22. Februar 2014 erhielt ich um 10:44 Uhr einen Anruf von der Nummer 0044800252525. Eine Dame fragte mich auf Englisch, ob ich Englisch spräche, was ich bejahte.
Sie stellte sich mit leicht asiatischem Akzent als Lisa vom Windows Service Department vor und sagte, es läge ein Problem mit meinem Computer vor. Ich wurde sofort misstrauisch. Mehrfach fragte ich nach, für welche Firma sie arbeitet (Antwort immer "Windows Service", den Firmennamen "Microsoft" nannte sie nicht ein einziges Mal) und warum genau sie mich anruft (Antwort immer in die Richtung, dass mein Computer fehlerhaft sei und dadurch die Windows Server belastet würden). Mit jeder meiner Nachfragen erhöhte sie den Dringlichkeitsdruck und forderte mich recht rüde auf, sofort an meinen eingeschalteten Computer zu gehen, um das Problem zu beheben. Am Computer würde sie mir dann zeigen, dass ihr meine Windows-Lizenznummer bekannt sei, so dass ich sicher sein könne, dass Sie wirklich für Windows arbeite und es sich um ein echtes Problem handele.

Von unseren Rechnern war zu diesem Zeitpunkt nur einer eingeschaltet: Mein Sohn war mit einem Offline-Spiel beschäftigt und renderte im Hintergrund ein Video. Nichts Ungewöhnliches.

Ich beschloss, den Anweisungen der Dame Folge zu leisten, aber jeden Schritt vorher zu ergoogeln.

Als Erstes ließ sie mich die Tastenkombination "Windows-Key" + "R" drücken, die mir bekannt ist und zum Dialogfeld "Ausführen" führte, in der sie mich nicht überraschend den Befehl CMD eingeben ließ.

In dem sich dann öffnenden Fenster mit der Eingabeaufforderung wies die Dame mich an, den Befehl "assoc" einzutippen. Bevor ich dies tat, suchte ich in Google nach diesem Befehl. Auf der ersten Seite der Suchergebnisse fand ich nichts Verdächtiges. Während ich nachforschte, fragte die Dame am anderen Ende der Leitung alle paar Sekunden nach, ob ich den Befehl schon eingegeben habe. Ich sagte mehrmals "Hold on for a moment please", beim 3. Mal laut und barsch - und die Dame hielt endlich mal einige Sekunden lang ihren Mund. Unter dem Zeitdruck überflog ich die Ergebnisse zu "assoc", und da ich nichts wirklich Beunruhigendes fand, schickte ich ihn ab. Eine Liste der Dateitypzuordnungen erschien. In der vorletzten Zeile stand Folgendes:
.zfsendtotarget=CLSID\{888dca60-fc0a-11cf-8f0f-00c04fd7d062}

Die Dame "verifizierte" jetzt, ob es sich bei dem schadhaften Computer wirklich um meinen handelt und las mir exakt oben genannte Zeichenfolge 888dca60-fc0a-11cf-8f0f-00c04fd7d062 vor. Bis hierhin wusste ich noch nicht, dass diese Zeichenfolge auf JEDEM Rechner gleich ist. Jedenfalls bestätigte ich ihr, dass diese Nummer stimmt. Sie erläuterte mir dann, dass das Problem so gravierend sei, dass sie nicht befugt ist, daran weiter zu arbeiten, und dass sie mich jetzt mit einem Vorgesetzten verbinden müsse.

Nach wenigen Sekunden hatte ich einen Herrn in der Leitung, der sich als "Supervisor" vorstellte. Er wiederholte, dass ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem mit meinem Computer vorliege. Er forderte mich auf, den Befehl "eventvwr" im noch geöffneten Fenster einzutippen und Enter zu drücken. Ich googelte nach "eventvwr", und die dann erscheinenden Ergebnisse (zweiter Vorschlag war "eventvwr anruf") brachten mir endlich absolute Sicherheit, dass es sich um einen betrügerischen Fake-Anruf handelt und ich legte sofort auf.

Passiert war mir in den bis zu diesem Punkt verstrichenen knapp 15 Minuten zum Glück noch nichts. Mit "eventvwr", ein auch noch völlig harmloser Befehl, um die Windows-Ereignisanzeige aufzurufen, in der immer irgendwelche Fehlermeldungen angezeigt werden, hätte der vermeintliche Service-Techniker mir einen weiteren Beweis geliefert, dass mit meinem Rechner etwas nicht stimmt. Inzwischen weiß ich, dass der Betrüger mich in den nächsten Schritten aufgefordert hätte, eine Remote-Software wie TeamViewer oder Ammyy Admin zu installieren und mich dann aufgefordert hätte, eine Service-Pauschale von 150 Dollar oder Euro, wahrscheinlich via PayPal, zu überweisen mit dem Ziel, meine Kreditkartendaten zu erschleichen.

Eigentlich hätte ich bei Annahme des Anrufs sofort auflegen müssen. Aber das schreibt sich rückblickend sehr leicht - in der Stresssituation des Anrufes selbst reagiert man nicht so, wie man es vernünftigerweise sollte. Mir kam zugute, dass ich ganz gut Englisch spreche und ich es darum verbal mit den beiden Gaunern aufnehmen konnte.

Inzwischen habe ich auch die völlig harmlose Funktion des Befehls "assoc" verstanden, so dass ich sicher sein kann, keine Daten an irgendjemanden geliefert zu haben.
Die Anrufer unternehmen einfach einen "Schuss ins Blaue" und hoffen schlicht darauf, auf einen Haushalt mit mindestens einem eingeschalteten Windows-PC zu treffen und davon zu überzeugen, dass man für die Hilfe Geld bezahlt.

Aufgeschrieben habe ich das Ganze als Warnung an alle, die vielleicht solch einen Anruf in der Zukunft erhalten.

Weitere klärende Quellen sind:
http://www.heise.de/security/meldung/Abzock-Anrufer-geben-sich-als-Microsoft-Techniker-aus-1656479.html
http://www.microsoft.com/en-gb/security/online-privacy/avoid-phone-scams.aspx

14 November 2013

Kleiner Haustierumzug

Alle halbe Jahre ist es wieder soweit: Der Schildkröterich muss umziehen. Heute ging es von draußen nach drinnen. Die Außentemperatur von 5°C war heute ideal dafür.

Nachdem die Box mit dem angefeuchteten Sphagnum Moos im Zweitkühlschrank im Keller in den letzten Tagen die konstante Wunschtemperatur von 5-6°C erreicht hatte, buddelte ich heute Mittag die Kröte im Garten aus. Zum Glück hatte er sich vor einigen Wochen dort eingegraben, wo ich ihn vermutete. Ungefähr 15 cm Erde musste ich vorsichtig beiseite schieben, bis sein Panzer sichtbar wurde.

In der kühlschrankkalten Moos-Box trug ich das schlafende Tier zum Wiegen in den Keller. Fast 70 Gramm hat er zugenommen, seit wir ihn im Frühjahr vom Kühlschrank in den Garten gebracht hatten. Gewicht heute: 607 Gramm, 40 Gramm mehr als vor einem Jahr.

Angesichts des Novemberwetters und des bevorstehenden Winterschmuddels sage ich ein wenig neidvoll: Schlaf gut, Max! Ich störe Dich nur alle paar Wochen zum Wiegen und zur Gesundheitskontrolle. Wenn alles wie immer verläuft, wecke ich Dich im März 2014 sanft.