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29 März 2015

Das Minto Pre-Opening, Teil 2: Meine ersten Eindrücke

Nach dem für mich etwas holprigen Auftakt des Pre-Openings wurde der Abend deutlich besser. Im Gebäude gefiel mir sofort die Atmosphäre, zu der die von DJ Phil Fuldner aufgelegte Musik nach meinem Geschmack bestens beitrug. Die am Eingang noch eng drängelnden Menschenmassen verteilten sich rasch im Gebäude, so dass wir mit ausreichend Freiraum das gesamte Minto ausgiebig erkunden konnten.

Es ist ein herausragendes Stück Architektur entstanden. Immer wieder blieb ich stehen, schaute nach vorne, nach unten, nach oben. Fast überall kann man in mehrere Ebenen des Gebäudes sehen. Die Formen sind fließend und stimmig.
Das Licht ist sehr wohltuend, die gesamte Atmosphäre empfinde ich als angenehm.


Ein Shoppingcenter mit so vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten habe ich bisher so noch nie gesehen. Wartezeiten auf den Partner, der in Läden stöbert, die der andere vielleicht weniger interessant findet, können gemütlich überbrückt werden. Wer möchte, lädt dabei sein Smartphone an einer der zahlreichen Steckdosen auf und surft dazu im kostenlosen W-LAN, das nur in ganz wenigen Teilen des Gebäudes keinen vollen Empfang hatte. Wartezeiten, die mich in anderen Malls nerven, werden hier zur angenehmen Auszeit.


Die überwältigende Mehrheit der Läden ist hochwertig gestaltet. Dass die Firma Aldi es in diesem attraktiven Umfeld nicht gewagt hat, von der überall üblichen Ausleuchtung mit farblosem Neonlicht abzuweichen, finde ich etwas schade.
Auch die Firma Deichmann hat sich für einen eiskalten, neonlicht-weißen Verkaufsraum entschieden. Warum? War er vielleicht noch nicht fertig? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein ganz besonderes Gefühl war es für mich, am unteren Eingang der Hindenburgstraße, Ebene 1 zu stehen. Dort befand sich früher der Eingang zum Lichthof. Der stieg ja bekanntlich in Richtung Steinmetzstraße an. Hier lässt sich zumindest in Ansätzen erahnen, welch immense Erdmassen bewegt wurden, um diese Ebene 1 bis hin zur Viersener-/Stepgestraße zu erstellen.

Immer wieder versuchte ich während unseres ersten Rundgangs auch, mir Standpunkte in Erinnerung zu rufen, die sich während meiner Baustellenführung eingeprägt hatten. Zu der Zeit gab es noch keine Zwischenwände, in denen sich jetzt die Läden befinden. Ich fand das sehr interessant. Am einfachsten gelang der Vergleich von der Bauphase mit dem jetzigen Stand auf der Ebene 4 am Mintos Deli mit der jetzt bestuhlten Dachterrasse, die wir auch während der Baustellenführung schon betreten durften. Da das Vapiano auf der Ebene 3 auch Außenplätze anbietet, ist das Minto ein Einkaufszentren mit direkter Außengastronomie, was ich richtig gut finde.

Obwohl ich kein Kleidungsshopper bin, finde ich im Minto genug Geschäfte, die Waren und Leistungen anbieten, die interessant für mich sind.


Ich kann mir sogar vorstellen, an Schlechtwettersonntagen dort zum Spaziergänger zu werden, so gut gefällt es mir.

Dass durch Umzüge von Geschäften ins Minto jetzt Leerstände auf der Hindenburgstraße zu sehen sind, ist hoffentlich nur eine vorübergehende Situation. Ich hoffe und wünsche mir für unsere Stadt, dass das Minto das gesamte Zentrum belebt, dass es lokale und auswärtige Besucher und Käufer anzieht und somit die ganze Stadt davon profitiert. So, wie es jetzt zum Auftakt schon gestaltet ist, sollte das eigentlich gelingen. Sorgen zu negativen Auswirkungen auf Rheydt kann ich dabei durchaus nachvollziehen. Lasst uns bitte dennoch das überwiegend Positive herausstellen und genießen.


Fazit: Ich bin begeistert und freue mich sehr über das Minto und auf viele zukünftige Besuche dort!

Das Minto Pre-Opening, Teil 1: Etwas holpriger Auftakt

Auf das Einkaufszentrum direkt in der City von Mönchengladbach freue ich mich, seit damit begonnen wurde, über diese Idee zu diskutieren.

Gerne dürfen meine Leser an dieser Stelle mahnend den Zeigefinger gegen mich erheben und darauf hinweisen, dass ich in allen mir zur Verfügung stehenden sozialen Netzwerken meine Unzufriedenheit mit dem Namen "Minto" kund getan habe. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Phonetisch finde ich Minto zwar sehr gelungen, doch die dahinter stehende Bedeutung aus dem jlabbacher Platt geht meiner Meinung nach völlig am Thema eines 4-Sterne-Shoppingcenters vorbei. Doch diesen Punkt verbanne ich soweit wie möglich aus meinen Gedanken.

Über die in den letzten Wochen kontinuierlich an Inhalt und Funktion wachsende Webseite www.minto.de hatte ich mich frühzeitig zur Teilnahme an der Verlosung für ein Ticket zum Pre-Opening am Mittwoch, den 25.März 2015 angemeldet. Und tatsächlich war mein Versuch von Erfolg gekrönt: Am 18.3. traf um 15:42 Uhr eine Glückwunsch-E-Mail bei mir ein: Ich darf dabei sein! Dass bis zum nächsten Morgen dann noch vier weitere Teilnahmebestätigungen für mich eintrafen, verwirrte mich zunächst ein wenig. Aber ich fand heraus, dass es vielen ebenso erging und machte mir dann keine Sorgen deswegen.

Zu viert fanden meine Frau, mein Sohn, eine Freundin und ich uns schon um 18:30 Uhr, eine Stunde vor dem Einlass zum Pre-Opening, am Eingang zur Ebene 3 ein.
Vor C&A hatte sich schon eine beachtliche Menschentraube gebildet.



Am dortigen VIP-Servicepunkt fragte ich bei den Minto-Mitarbeitern nach, ob denn dieser eine schmale Eingang am Roten Teppich der einzige Einlass sein würde, oder ob auch die Bänder weiter unten an den Stufen noch entfernt würden. Ja, lautete die Antwort, nur hier oben an der Ecke kommt man rein. Leider war diese Aussage nicht korrekt und war dann letztendlich wirklich schlecht für uns: Zum einen konnten wir von unserem Standpunkt unter dem C&A-Vordach so gut wie nichts vom Vorprogramm sehen, und zum anderen hatten wir von dort die denkbar schlechteste Ausgangsposition, als dann die Türen geöffnet wurden und doch eine große Anzahl Besucher von rechts über die Treppen in Richtung Tür drängten und dort wesentlich mehr Platz zur Verfügung hatten, als wir in dem engen Bereich vor C&A.

Es dauerte gut 20 Minuten, ehe wir überhaupt im Gebäude waren. Schade. Ich finde es ärgerlich, wenn man eigentlich einer der Ersten in einer Schlange ist, aber dann durch Fehlinformationen weit nach hinten rutscht.
Es kommt noch hinzu, dass wir gut eine Stunde später feststellten, dass alle Türen geöffnet wurden und jeder, egal ob eingeladen oder nicht, hinein kam. Zwar kann ich die Pläne von Betreiber Mfi zur Begrenzung der Menschen beim Pre-Opening verstehen, doch hätte ich mir viel Zeit und Mühen sparen können, wenn ich einfach gemütlich und ohne fast 90 minütiges Anstehen erst um 20:30 Uhr gekommen wäre. Dies zur wieder einmal bewiesenen These "Nachher ist man immer schlauer".



Hier geht's zu meinen ersten Eindrücken nach dem Einlass.

22 Februar 2015

Borussia beim HSV

Das Spiel #BMGHSV war schlecht. Von beiden Mannschaften. Das Zuschauen am TV empfand ich eher als Qual denn als Vergnügen. Darum bin ich jetzt einfach nur erleichtert, dass es nach dem Grottenkick von Borussia Mönchengladbach beim HSV doch noch zu einem glücklichen Punkt gereicht hat. Was war das gestern für eine tolle Vorlage der Mannschaften auf den Plätzen 4, 5 und 6 für uns, den Abstand in der Tabelle auszubauen. Leider vertan.
Die von Max Eberl sowohl vor als auch nach dem Spiel genannte Ausrede "Müde aus dem Europapokal" lasse ich nicht gelten: Nur vier Feldspieler aus der Startelf hatten den Donnerstag in den Knochen. Und ich finde, dass die Spieler, die rein rotiert wurden, allemal das Zeug dazu haben sollten, der zurecht abstiegsbedrohten Truppe des HSV zu zeigen, wo es lang geht.
Arrrrgh!
Danke, jetzt geht's wieder.

02 September 2014

Pläne von Kaufland für Mönchengladbach Holt

Auch wenn die Informationsveranstaltung der Stadt Mönchengladbach mit dem Bauunternehmen Jessen und Kaufland schon ein paar Tage zurück liegt (14. August 2014), möchte ich meine Meinung zum geplanten Kaufland Supermarkt in MG-Holt noch öffentlich machen.

Worum geht es?

Im Stadtteil Holt befindet sich zwischen den Straßen Aachener Straße, Monschauer Straße und Bahnstraße die leer stehende Immobilie eines Baumarktes, der einst als Derichs eröffnete und als Praktiker in die Insolvenz ging.
Auf diesem Gelände möchte die Jessen Baugesellschaft einen Neubau errichten und diesen an die Firma Kaufland vermieten. Die geplante Verkaufsfläche soll bei 4.300-4.500 qm liegen.

Was sind die Bedenken?

Es gibt zwei Hauptkritikpunkte:
1. die Befürchtung, dass diese Ansiedlung eines großen Supermarktes dem existierenden Einzelhandel in Holt schadet
2. die Befürchtung, dass die Belastung durch Lärm und Abgase auf der sowieso schon sehr stark befahrenen Bahnstraße noch erheblich zunimmt

Meine Meinung

Als Anwohner, der nur wenige Minuten Fußweg von besagtem Gelände entfernt wohnt, würde die Verwirklichung des Projekts unmittelbare Auswirkungen auf mich haben.

Drei der Informationen aus der eingangs erwähnten Informationsveranstaltung sind aus meiner Sicht durchaus positiv:
- dass die Bahnstraße vor dem Markt für Abbiegespuren um 4 Meter verbreitert werden soll
- dass die Belieferung des Marktes über die Waldnieler- und Monschauer Straße statt über die Bahnstraße erfolgen soll
- dass Kaufland zusagt, für diesen Markt 100% der Steuer an Mönchengladbach abzuführen und nicht teilweise am Ort des Firmensitzes.
Beim Punkt Belieferung muss sich zeigen, ob diese Auskunft von Kaufland der späteren Realität entspricht, denn falls die erwarteten 20-25 LKWs pro Tag von Süden kommen sollten, würde die Nutzung der Abfahrt Mönchengladbach-Nordpark einen Umweg bedeuten, der Zeit und Kraftstoff kostet.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass dieser Standort in Mönchengladbach so ziemlich alles gebrauchen kann - außer einem weiteren Supermarkt!
Wir Holter haben, was das Einkaufen des täglichen Bedarfs betrifft, großes Glück: Neben alteingesessenen Einzelhändlern an der Aachener Straße befinden sich aktuell folgende Ketten-Lebensmittelgeschäfte in einem Umkreis von weniger als fünf Minuten Fahrt mit dem Auto (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):
3x Edeka / E-Center (Nordpark, 2x Dahlener Straße)
2x HIT (Rudolfstraße, Dahlener Straße)
2x Aldi (Monschauer Straße, Nordpark)
2x REWE (Waldnieler Straße, Hermges)
2x Penny (Hehnerholt, Dahlener Straße)
1x Lidl (Monschauer Straße)
1x Netto (Bahnstraße)
Dazu sind zwei Real Märkte in gut 5 Minuten erreichbar (Rheydt-Zentrum und Reyerhütte).
Wo zum Teufel liegt da der geografische Bedarf für einen riesigen Kaufland-Markt?

Wenn diese Ansiedlung von Kaufland als rentabel berechnet wurde, dann führt das in der Konsequenz doch logischerweise dazu, dass Menschen, die bisher in den o.g. Geschäften eingekauft haben, dies dann im Kaufland tun werden.
Kaufland stellt heraus, dass bis zu 80 neue Arbeitsplätze im neuen Markt geschaffen werden sollen. Aber wenn bei den anderen weniger gekauft wird, werden dort doch Arbeitsplätze wegfallen. Im Falle von Hit erwarte ich sogar, dass mindestens einer der beiden Märkte schließen wird.
Auch werden die in Märkten solcher Größe üblichen Geschäfte "hinter den Kassen" zu Umsatzeinbußen bei den existierenden Holter Geschäftsleuten führen: Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, wie sich eine Bäckerei im Kaufland auf die Bäckerei an der Aachener Straße gegenüber auswirken wird. Ähnliches droht dem Reisebüro, der Reinigung und nicht zuletzt den Grillbuden. An eine von Kaufland vorhergesehene "Magnet-Wirkung" durch oder einen "Überschwapp-Effekt" aus dem Markt kann ich nicht glauben. Der durschschnittliche Konsument ist dafür doch viel zu bequem und erledigt alles unter einem Dach. Diese Ankündigungen halte ich schlicht für Augenwischerei.

Mein Schlusswort

Was Holt viel mehr gebrauchen könnte als einen weiteren Supermarkt, sind Einwohner, die ihren täglichen Bedarf in den bestehenden Läden decken. Meiner Meinung nach würde ein Projekt wie die Roermonder Höfe viel besser auf das Praktiker Gelände passen als auf die Bleichwiese.
Selbst eine weitere Nutzung unter einer anderen Baumarkt-Marke halte ich für viel sinnvoller - aber Jessen sagt, man finde dafür keine Mieter.
Ich finde diese Entwicklung sehr bedauerlich!

Wer sich dafür engagieren möchte, dass die Interessen der Holter Geschäftsleute so weit wie möglich gewahrt bleiben, findet auf der Webseite www.holt-hats.de weitere Informationen.

12 März 2014

Mönchengladbach sucht einen Namen

Im Zentrum von Mönchengladbach entsteht etwas Großartiges für die Stadt: Ein 5-Sterne-Einkaufszentrum mit allem Drum und Dran. Dass der Shopping-Tempel nicht auf völlig uneingeschränkte Zustimmung bei allen politischen Parteien, bei allen Nachbargemeinden oder bei allen Einzelhändlern in der Gegend stößt, minderte bisher meine Vorfreude auf die "Mönchengladbach Arcaden" in keiner Weise.

Heute jedoch wurde meine Vorfreude getrübt. Denn heute wurden auf der Webseite www.deincenter-deinname.de die zehn von einer Jury ausgewählten besten Namensvorschläge für das zukünftige Einkaufszentrum bekanntgegeben und zur Abstimmung gestellt. Aus über 2000 Vorschlägen hat die Jury die Folgenden ausgewählt:

The Mall, 5ENSES, Scala, Gladis, M, Minto, MoM, Vis-à-Vis, Mönchs, CROONS

Ich las die Liste aufmerksam. Ich las sie noch einmal. Und fragte mich: Warum nur?
Bei jedem Begriff schossen mir andere Assoziationen ins Hirn, die so rein gar nichts mit einem Einkaufserlebnis in meiner Heimatstadt zu tun haben wollten. Bei jedem Namen versuchte ich mir vorzustellen, dass ich zu Freunden sage: "Ich gehe nachher noch ins XYZ, kommst Du mit?". Ging nicht.

Ich mache hier mal meine Gedanken, die ich beim Lesen der Namensvorschläge spontan hatte, öffentlich. Vielleicht gibt es Feedback, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht. Oder ich lerne, dass ich ein zu kritischer Sonderling bin.

The Mall:
- global unbescheiden und darum sich in der niederrheinischen Provinz der Lächerlichkeit preisgebend

5ENSES:
- nicht aussprechbar

Scala:
- Oper oder Shopping? Oper!

M:
- spielt in jedem 007-Film mit

MoM:
- weckt sofort Assoziationen mit einem der berühmtesten Museen der Welt weckt - aber oh, da fehlt ja ein Buchstabe. Gut, dann bleibt's die englische Kurzform von Mutter.

Vis-à-Vis:
- existiert ja bereits für die temporäre Wellblechhütte gegenüber und ist dafür gar nicht schlecht geeignet - aber wessen Gegenüber ist das große neue Vis-à-Vis denn dann?

Gladis, Mönchs, Minto:
- drei Namen mit "Lokalkolorit". Es erscheint es mir unvorstellbar, dass ich Freunden erzähle "Das habe ich im Gladis gekauft" oder "Das ist aus'm Mönchs".
Echter Jlabbacher Slapstick ist zu erwarten bei "Dat is jetz minto - weil isch war im Minto!"

Habe ich was vergessen? Ach ja, CROONS. Klingt ein bisschen hart in der Aussprache, aber ein wirklicher Kritikpunkt springt mir dabei nicht ins Auge oder ins Hirn.

Aber bei neun anderen. Von zehn. Meine Enttäuschung könnte leider nicht größer sein. Schade, Chance vertan. Ich werde nicht abstimmen. Zumindest nicht, wenn die Auswahl so bestehen bleibt.

Mir graut davor, dass die aus der gesamten Entwicklungsphase vertrauten "Mönchengladbach Arcaden" eines Tages wirklich einen dieser unsäglichen Namen bekommen könnten. Und ich trotzig weiter Arcaden dazu sagen werden muss.

02 Juni 2009

Microsoft Suchmaschine Bing gestartet

Microsoft möchte Google angreifen. Meine Neugierde lässt mich Beta-Bing gleich am Namen meiner Heimatstadt ausprobieren - und Bing bringt mich gleich zum Lachen. Denn Bing findet die "Frettchenfreunde Mönchengladbach" so wichtig, dass diese als siebtes Ergebnis erscheinen, noch vor dem Flughafen oder dem Stadttheater.

29 März 2009

Schwebefähre

Nur wenige Regenschauer, ab und zu ein wenig Sonne - das veranlasste uns zu einem spontanen, kurzen sonntäglichen Familienausflug. Unser Wunsch: Etwas in der Nähe, das wir noch nicht kennen. Schwierige Aufgabenstellung. Aber der erforderliche Geistesblitz geschah tatsächlich. Da gibt es nämlich ganz am nördlichen Rand von Mönchengladbach im Ortsteil Donk etwas ganz Seltenes und Aussergewöhnliches: Eine von weltweit nur neun in Betrieb befindliche Schwebefähren!
Diese im Jahr 2003 als "Touristenattraktion" gebaute Querung des Flüsschens Niers ist vorsichtshalber nicht ausgeschildert und nicht mit dem Auto zu erreichen, damit auch ja nicht zu viele Touristen den schönen, ruhigen Niersgrünzug zertrampeln :-)
Aber wir haben sie gefunden: Wenn man auf der Grunewaldstrasse oder der Cloerbruchallee parkt, ist es zu Fuss nur wenige Minuten bis zur Seilzugbrücke, auch Schwebefähre genannt. Sie liegt direkt an der Fietsallee und ist deshalb auch perfekt mit dem Fahrrad zu erreichen.
Falls der Transportkorb nicht auf der richtigen Uferseite ist, kann man ihn - durch kräftiges Ziehen in die richtige Richtung - auch leer vom anderen Ufer herüber holen.
Ein ungewöhnlicher Spaß, nicht nur für Kinder!

Und wenn man die Info-Tafeln aufmerksam liest, lernt man noch dazu, dass der alte Napoleon an dieser Stelle Großes vor hatte: Nämlich einen Kanal bis nach Antwerpen zu bauen. Und tatsächlich sind die Überbleibsel des unvollendeten Bauwerks eindrucksvoll in der niederrheinischen Landschaft zu sehen.

11 Januar 2009

Rodelspaß


Ja, der Niederrhein ist flach. Und ja, die Winter in dieser Gegend sind in letzter Zeit eher mild.

Umso mehr Spaß hatten wir - und damit meine ich vor allem Vater und Sohn - an rasanten Schlittenabfahrten auf dem Hang der höchsten Erhebung Mönchengladbachs, der "Rheydter Höhe", besser bekannt als "Monte Klamott".

Gerodelt ist Jan überhaupt noch nie, und ich nicht mehr seit meiner eigenen Kindheit.

Und da es ja schon seit Tagen deutlich unter minus 5 Grad ist, konnte auch noch ein Spaziergang über den vereisten Stadtwaldweiher folgen.

Das war eine richtig schöne Gaudi heute!

26 Januar 2008

Kölsch-Katholisch

Das war ein echtes Highlight heute Nachmittag in der Kirche St. Konrad in Mönchengladbach-Ohler: Die "Kölsch-Katholische Messe".

Eine musikalische Truppe unter Leitung des Gladbacher Pfarrers Harald Josephs zelebriert zur Karnevalszeit in verschiedenen Kirchen der Stadt einen Gottesdienst mit Liedern von den Bläck Fööss, Höhnern oder BAP.
Sie erzeugen dabei eine dem liturgischen Rahmen entsprechende Stimmung zwischen heiter-ausgelassen (zu Beginn und zum Ende) und besinnlich-ruhig (vor und während der Eucharistiefeier) .
Die Besucher - sie sind im allerbesten Sinne aber eher Teilnehmer des Gottesdienstes - dürfen mitsingen, was intensiver und lautstärker geschieht als bei jedem üblichen Gottesdienst.
Bei den letzten Liedern hält es dann niemand mehr in der (Kirchen-)Bank: Alles klatscht, singt und schunkelt stehend mit, und ohne drei Zugaben wird das Ensemble nicht entlassen.
Vielleicht hätte es noch weitere Zugaben gegeben, wenn Pfarrer Josephs nicht anschliessend noch einen Firmungstermin in einer anderen Gemeinde gehabt hätte.

Ganz besonders gut hat uns das Lied zum Einzug gefallen: "Kevelaer" ist, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Eigenkomposition der Kölsch-Katholischen. Eine wunderschöne Melodie mit einem nachdenklich-lustigen Text.

Nachdenklich-heiter waren auch die Texte, die Band-Senior Herrmann Deuster vortrug: Biblische Inhalte mit Bezug zum aktuellen Tagesgeschehen, gesprochen auf Jlabbacher Platt. Szenenapplaus gab es häufig, und Spaziergänger, die während dieser besonderen Messe nichtsahnend die Konradstrasse entlanggingen, werden sich gewundert haben, was denn in diesem Gotteshaus wohl vor sich gehen mag...

Zu diesen Terminen besteht in dieser Karnevalszeit noch die Gelegenheit, diese Messe Live mitzuerleben, was wir wärmstens empfehlen können:
* Sonntag, 27.01.2008, 11:00 Uhr
   St. Margareta MG - Hockstein
* Sonntag, 27.01.2008, 18:00 Uhr
   City Kirche MG - Alter Markt
* Samstag, 02.02.2008, 16:00 Uhr
   St. Josef MG - Schelsen
* Sonntag, 03.02.2008, 10:00 Uhr
   St. Matthias, MG - Günhoven

Weitere Informationen sind auch auf der Internetseite www.koelsch-katholisch.de zu finden.
 

13 Oktober 2007

Stadtfest und Städtebau

Ich in die Stadt? An einem Sonntag? Und das im Trubel mit vielen, vielen anderen Menschen, die die gleiche Idee haben, das Stadtfest in Mönchengladbach zu besuchen? Aber das Wetter war einfach zu schön, da konnte selbst ich nicht nein sagen. Wolkenloser Himmel und angenehme Temperaturen überzeugten mich, dem Drängen der lieben Familienmitglieder nachzugeben.

Es begann dann tatsächlich in der befürchteten drangvollen Enge: Wir fuhren mit dem Bus, und obwohl ein Gelenkbus im Einsatz war, passte keine Maus mehr mit hinein, nachdem an unserer Haltestelle knapp 10 Leute mit uns eingestiegen waren.

Aber in der City war es dann so furchtbar voll wie ich es befürchtet hatte gar nicht: Da keine Busse in der Hindenburgstrasse fuhren, war ausreichend Platz für Fußgänger und die Musikkapellen.

Highlight für den Nachwuchs war der abschliessende Kirmesbesuch nebst Austoscooter-Fahrt.

Tja, und extra für das Cityfest präsentierte die Stadt unsere Haupteinkaufsstrasse "in neuem Glanz": Nach umfangreichen und sehr langen Umbaumassnahmen sollte die Hindenburgstrasse ein besseres, hochwertigeres Aussehen erhalten. Na ja, ich sehe nicht wirklich eine Verbsserung. Alles ist zwar neu. Aber alles ist trist grau. Vorher, mit der alten Pflasterung, waren auf den Fussgängerseiten wenigstens noch optische Streifen und somit zumindest ein wenig Abwechslung eingebaut.
Jetzt: Sicher hochwertiges Material, aber eben völlig "farblos". Auch die neuen Lichtstelen und ein paar Stahl-Sitzbänke machen nicht genug her, um der Strasse den Flair eines Einkaufsboulevards zu verleihen.

Ich hoffe einfach mal, daß doch noch weiter am Aussehen gearbeitet wird, daß vielleicht noch ein wenig Grün hinzu kommt. Dennoch ist es nach den Umgestaltungen des Bismarckplatzes (kleine Katastrophe) und des Bahnhofsvorplatzes (Mega-Katastrophe) erneut eine enttäuschende Leistung der verantwortlichen Stadtplaner.