Die nächste Footballsaison steht unmittelbar bevor. Es ist eine Jubiläumssaison, denn an deren Ende wird der 50. Superbowl ausgetragen. Er findet im Stadion der San Francisco 49ers statt, jenes Team, dass dafür sorgte, dass ich Ende der 80er Jahre erstmals auf diese Sportart aufmerksam wurde.
Damals, 1989, war ich einige Tage in San Francisco und bekam den Hype um dieses Team recht intensiv mit. Die Stadt ist bis heute meine Lieblingsstadt auf der Welt. Nur leider spielen die 49ers nicht mehr in San Francisco. Das neue, 2014 fertig gestellte Stadion befindet sich in Santa Clara.
Auch für die weite Entfernungen gewohnten Amerikaner ist das eine ziemliche Strecke: Fast 80 km, bei guter Verkehrslage ca. 1 Stunde Fahrt mit dem Auto entfernt von Downtown San Francisco.
Man stelle sich vor, die Fußball Bundesliga würde sich entscheiden, ein neues Stadion für Borussia Mönchengladbach nicht in Gladbach, sondern - sagen wir mal - in Bochum zu bauen, was von der Entfernung ungefähr gleich ist.
Natürlich hinkt der Vergleich, weil es im Rheinland traditionelle Fußball-Vereine en masse alle paar km gibt. Das nächstgelegene NFL Team dort sind die Oakland Raiders auf der anderen Seite der Bucht von San Francisco.
Die Macher der NFL verfolgen mit dem "Umzug" der 49ers selbstverständlich geschäftliche Interessen. Ziel ist die Erschließung des südlichen Umlandes von San Francisco als Fan-Heimat für die 49ers. Rund um das Silicon Valley soll wohl das Merchandising angekurbelt werden.
Und hier genau komme ich zu dem Punkt, den ich los werden möchte: Diese 49ers sind durch die räumliche Trennung von der Stadt nicht mehr "meine" 49ers. Obwohl ich das Geschehen von der anderen Seite der nördlichen Welthalbkugel aus verfolge, entfremdet mich der neue Standort von den 49ers.
Klar, alle NFL Teams dienen dem Kommerz. Aber halt - da gibt es ein Team, das mir auch schon seit Jahren sympatisch ist, dessen Stadionname nicht an einen Konzern verkauft wurde und in dessen Heimspielstätte kaum eine Werbetafel zu sehen ist und das in diesem nahezu historischen Stadion ohne Dach bei arktischen Temperaturen vor immer ausverkauftem Haus spielt und wo Saisontickets vererbt werden. Ich spreche von den Green Bay Packers.
Green Bay ist ein Städtchen mit etwas über 100.000 Einwohnern im Norden des Landes, wo es lange, eiskalte Winter gibt. In diesen Wintern versetzt das Team die gesamte Region in einen Ausnahmezustand.
Wikipedia beschreibt das, was ich hervorheben möchte, wie folgt:
"Die Green Bay Packers sind das einzige Team im US-Profisport, das nicht Eigentum eines einzelnen Besitzers ist, sondern mehr als 350.000 Anteilseignern gehört. Die Green Bay Packers sind darüber hinaus das älteste Team, das noch immer an seinem Gründungsort spielt."
Etwas weniger Kommerz als an anderen NFL-Standorten, eine eher kleine Stadt ohne touristische Höhepunkte als Geburtsstätte des Vereins, eine enge Verbundenheit mit den Fans - all das kommt mir irgendwie bekannt und sehr sympatisch vor. Einen direkten Vergleich zu Borussia Mönchengladbach möchte ich nicht ziehen, aber ich bin der Meinung, gewisse Parallelen sind feststellbar.
Bewusst wurde mir das erst, als ich im Jahr 2008 eine Chefin bekam, die ganz in der Nähe von Green Bay in Wisconsin geboren ist. Von ihr erfuhr ich, welche Bedeutung die Packers für die Region haben und wie sehr man sich als dort geborener Mensch mit den Packers verbunden fühlt.
In den Jahren seit 2008 bis 2013 tendierte ich immer noch leicht über 50% zu den 49ers. Doch schon in der letzten Saison merkte ich, wie sich meine Sympathie-Gewichtung mehr in Richtung Packers bewegte.
Falls, was ich nicht glaube, die 49ers es in dieser Saison schaffen, das "Finale daheim" zu erreichen, würde es mich für die Leute aus der Gegend um San Francisco freuen. Und je nach Gegner würde ich sogar mit den 49ers halten.
Wären die Packers jedoch auf dem Weg zum Finale ein Gegner der 49ers in den Playoffs, würde ich aber inzwischen tatsächlich mit den Käseköpfen halten.
So. Jetzt ist es raus. Mein Twitterprofil ist bereits entsprechend geändert.
Mögen die mit ihrem Herzblut an den 49ers hängenden Fans mir bitte verzeihen und auf einen Shitstorm verzichten. Eigentlich wechselt man "seinen" Verein nicht. Aber andererseits muss man auch seinem Gefühl folgen und nicht aus alter Gewohnheit an etwas festhalten, das man nicht mehr ohne Vorbehalt unterstützt.
29 August 2015
25 Mai 2015
Einfahrt am Niederrhein
Wenn man ein fabrikneues Auto bekommt, muss es nicht mehr wie früher zwingend eingefahren werden.
Aber es schadet nicht, die ersten Kilometer mit wechselnden Geschwindigkeiten im unteren bis mittleren Drehzahlbereich zu fahren. Landstraßen sind dafür am besten geeignet.
Und was macht eine solche Erstfahrt attraktiv? Eine landschaftliche reizvolle Strecke mit einem Umkehrpunkt, an dem man kurz verweilen und sich die Beine vertreten kann.
Meine Wahl fiel auf die folgende Route:
Mönchengladbach - Viersen - Grefrath - Straelen - Geldern - Kevelaer - Uedem - Rees.
Rees ist ein direkt am Rhein gelegenes Städtchen, das sowieso immer einen Besuch wert ist. Den Mittagssnack genossen wir auf der Terrasse eines Lokals mit freiem Blick auf den Strom. Herrlich!
Der Rückweg verlief wie folgt:
Rees - Wesel - Alpen - Kamp-Lintfort - Kempen - Tönisvorst - Willich - Korschenbroich - Mönchengladbach.
Insgesamt fuhren wir gemütliche 220 Kilometer, die dem Wagen und auch uns gut taten.
Wenn man sich über das neue Auto freut und dazu noch die schöne Landschaft genießen kann, die einem ein angenehmes, pures Heimatgefühl bietet, dann ist es einfach ein wunderschöner Tag!
Aber es schadet nicht, die ersten Kilometer mit wechselnden Geschwindigkeiten im unteren bis mittleren Drehzahlbereich zu fahren. Landstraßen sind dafür am besten geeignet.
Und was macht eine solche Erstfahrt attraktiv? Eine landschaftliche reizvolle Strecke mit einem Umkehrpunkt, an dem man kurz verweilen und sich die Beine vertreten kann.
Meine Wahl fiel auf die folgende Route:
Mönchengladbach - Viersen - Grefrath - Straelen - Geldern - Kevelaer - Uedem - Rees.
Rees ist ein direkt am Rhein gelegenes Städtchen, das sowieso immer einen Besuch wert ist. Den Mittagssnack genossen wir auf der Terrasse eines Lokals mit freiem Blick auf den Strom. Herrlich!
Rees, Rheinufer
Der Rückweg verlief wie folgt:
Rees - Wesel - Alpen - Kamp-Lintfort - Kempen - Tönisvorst - Willich - Korschenbroich - Mönchengladbach.
Insgesamt fuhren wir gemütliche 220 Kilometer, die dem Wagen und auch uns gut taten.
Wenn man sich über das neue Auto freut und dazu noch die schöne Landschaft genießen kann, die einem ein angenehmes, pures Heimatgefühl bietet, dann ist es einfach ein wunderschöner Tag!
29 März 2015
Das Minto Pre-Opening, Teil 2: Meine ersten Eindrücke
Nach dem für mich etwas holprigen Auftakt des
Pre-Openings wurde der Abend deutlich besser. Im Gebäude gefiel mir sofort
die Atmosphäre, zu der die von DJ Phil Fuldner aufgelegte Musik nach meinem
Geschmack bestens beitrug. Die am Eingang noch eng drängelnden Menschenmassen
verteilten sich rasch im Gebäude, so dass wir mit ausreichend Freiraum das
gesamte Minto ausgiebig erkunden konnten.
Es ist ein herausragendes Stück Architektur entstanden.
Immer wieder blieb ich stehen, schaute nach vorne, nach unten, nach oben. Fast
überall kann man in mehrere Ebenen des Gebäudes sehen. Die Formen sind fließend
und stimmig.
Das Licht ist sehr wohltuend, die gesamte Atmosphäre empfinde ich als angenehm.
Das Licht ist sehr wohltuend, die gesamte Atmosphäre empfinde ich als angenehm.
Ein Shoppingcenter mit so vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten habe ich bisher so noch nie gesehen. Wartezeiten auf den Partner, der in Läden stöbert, die der andere vielleicht weniger interessant findet, können gemütlich überbrückt werden. Wer möchte, lädt dabei sein Smartphone an einer der zahlreichen Steckdosen auf und surft dazu im kostenlosen W-LAN, das nur in ganz wenigen Teilen des Gebäudes keinen vollen Empfang hatte. Wartezeiten, die mich in anderen Malls nerven, werden hier zur angenehmen Auszeit.
Die überwältigende Mehrheit der Läden ist hochwertig
gestaltet. Dass die Firma Aldi es in diesem attraktiven Umfeld nicht gewagt hat,
von der überall üblichen Ausleuchtung mit farblosem Neonlicht abzuweichen, finde ich etwas
schade.
Auch die Firma Deichmann hat sich für einen eiskalten, neonlicht-weißen Verkaufsraum entschieden. Warum? War er vielleicht noch nicht fertig? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Auch die Firma Deichmann hat sich für einen eiskalten, neonlicht-weißen Verkaufsraum entschieden. Warum? War er vielleicht noch nicht fertig? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ein ganz besonderes Gefühl war es für mich, am unteren Eingang
der Hindenburgstraße, Ebene 1 zu stehen. Dort befand sich früher der Eingang
zum Lichthof. Der stieg ja bekanntlich in Richtung Steinmetzstraße an. Hier
lässt sich zumindest in Ansätzen erahnen, welch immense Erdmassen bewegt
wurden, um diese Ebene 1 bis hin zur Viersener-/Stepgestraße zu erstellen.
Immer wieder versuchte ich während unseres ersten Rundgangs
auch, mir Standpunkte in Erinnerung zu rufen, die sich während meiner Baustellenführung
eingeprägt hatten. Zu der Zeit gab es noch keine Zwischenwände, in denen sich
jetzt die Läden befinden. Ich fand das sehr interessant. Am einfachsten gelang
der Vergleich von der Bauphase mit dem jetzigen Stand auf der Ebene 4 am Mintos
Deli mit der jetzt bestuhlten Dachterrasse, die wir auch während der
Baustellenführung schon betreten durften. Da das Vapiano auf der Ebene 3 auch
Außenplätze anbietet, ist das Minto ein Einkaufszentren mit direkter
Außengastronomie, was ich richtig gut finde.
Obwohl ich kein Kleidungsshopper bin, finde ich im Minto genug
Geschäfte, die Waren und Leistungen anbieten, die interessant für mich sind.
Ich kann mir sogar vorstellen, an Schlechtwettersonntagen dort zum Spaziergänger zu werden, so gut gefällt es mir.
Ich kann mir sogar vorstellen, an Schlechtwettersonntagen dort zum Spaziergänger zu werden, so gut gefällt es mir.
Dass durch Umzüge von Geschäften ins Minto jetzt Leerstände
auf der Hindenburgstraße zu sehen sind, ist hoffentlich nur eine vorübergehende
Situation. Ich hoffe und wünsche mir für unsere Stadt, dass das Minto das gesamte
Zentrum belebt, dass es lokale und auswärtige Besucher und Käufer anzieht und
somit die ganze Stadt davon profitiert. So, wie es jetzt zum Auftakt schon
gestaltet ist, sollte das eigentlich gelingen. Sorgen zu negativen Auswirkungen
auf Rheydt kann ich dabei durchaus nachvollziehen. Lasst uns bitte dennoch das überwiegend
Positive herausstellen und genießen.
Das Minto Pre-Opening, Teil 1: Etwas holpriger Auftakt
Auf das Einkaufszentrum direkt in der City von
Mönchengladbach freue ich mich, seit damit begonnen wurde, über diese Idee zu
diskutieren.
Gerne dürfen meine Leser an dieser Stelle mahnend den
Zeigefinger gegen mich erheben und darauf hinweisen, dass ich in allen mir zur
Verfügung stehenden sozialen Netzwerken meine Unzufriedenheit mit dem Namen
"Minto" kund getan habe. Daran hat sich bis heute nichts geändert:
Phonetisch finde ich Minto zwar sehr gelungen, doch die dahinter
stehende Bedeutung aus dem jlabbacher Platt geht meiner Meinung nach völlig am
Thema eines 4-Sterne-Shoppingcenters vorbei. Doch diesen Punkt verbanne ich
soweit wie möglich aus meinen Gedanken.
Über die in den letzten Wochen kontinuierlich an Inhalt und
Funktion wachsende Webseite www.minto.de
hatte ich mich frühzeitig zur Teilnahme an der Verlosung für ein Ticket zum
Pre-Opening am Mittwoch, den 25.März 2015 angemeldet. Und tatsächlich war mein
Versuch von Erfolg gekrönt: Am 18.3. traf um 15:42 Uhr eine Glückwunsch-E-Mail bei
mir ein: Ich darf dabei sein! Dass bis zum nächsten Morgen dann noch vier
weitere Teilnahmebestätigungen für mich eintrafen, verwirrte mich zunächst ein
wenig. Aber ich fand heraus, dass es vielen ebenso erging und machte mir dann
keine Sorgen deswegen.
Zu viert fanden meine Frau, mein Sohn, eine Freundin und ich
uns schon um 18:30 Uhr, eine Stunde vor dem Einlass zum Pre-Opening, am Eingang
zur Ebene 3 ein.
Vor C&A hatte sich schon eine beachtliche Menschentraube gebildet.
Vor C&A hatte sich schon eine beachtliche Menschentraube gebildet.
Am dortigen
VIP-Servicepunkt fragte ich bei den Minto-Mitarbeitern nach, ob denn dieser
eine schmale Eingang am Roten Teppich der einzige Einlass sein würde, oder ob
auch die Bänder weiter unten an den Stufen noch entfernt würden. Ja, lautete
die Antwort, nur hier oben an der Ecke kommt man rein. Leider war diese Aussage
nicht korrekt und war dann letztendlich wirklich schlecht für uns: Zum einen
konnten wir von unserem Standpunkt unter dem C&A-Vordach so gut wie nichts
vom Vorprogramm sehen, und zum anderen hatten wir von dort die denkbar
schlechteste Ausgangsposition, als dann die Türen geöffnet wurden und doch eine
große Anzahl Besucher von rechts über die Treppen in Richtung Tür drängten und
dort wesentlich mehr Platz zur Verfügung hatten, als wir in dem engen Bereich vor
C&A.
Es dauerte gut 20 Minuten, ehe wir überhaupt im Gebäude
waren. Schade. Ich finde es ärgerlich, wenn man eigentlich einer der Ersten in
einer Schlange ist, aber dann durch Fehlinformationen weit nach hinten rutscht.
Es kommt noch hinzu, dass wir gut eine Stunde später feststellten, dass alle Türen geöffnet wurden und jeder, egal ob eingeladen oder nicht, hinein kam. Zwar kann ich die Pläne von Betreiber Mfi zur Begrenzung der Menschen beim Pre-Opening verstehen, doch hätte ich mir viel Zeit und Mühen sparen können, wenn ich einfach gemütlich und ohne fast 90 minütiges Anstehen erst um 20:30 Uhr gekommen wäre. Dies zur wieder einmal bewiesenen These "Nachher ist man immer schlauer".
Es kommt noch hinzu, dass wir gut eine Stunde später feststellten, dass alle Türen geöffnet wurden und jeder, egal ob eingeladen oder nicht, hinein kam. Zwar kann ich die Pläne von Betreiber Mfi zur Begrenzung der Menschen beim Pre-Opening verstehen, doch hätte ich mir viel Zeit und Mühen sparen können, wenn ich einfach gemütlich und ohne fast 90 minütiges Anstehen erst um 20:30 Uhr gekommen wäre. Dies zur wieder einmal bewiesenen These "Nachher ist man immer schlauer".
22 Februar 2015
Borussia beim HSV
Das Spiel #BMGHSV war schlecht. Von beiden Mannschaften. Das Zuschauen am TV empfand ich eher als Qual denn als Vergnügen. Darum bin ich jetzt einfach nur erleichtert, dass es nach dem Grottenkick von Borussia Mönchengladbach beim HSV doch noch zu einem glücklichen Punkt gereicht hat. Was war das gestern für eine tolle Vorlage der Mannschaften auf den Plätzen 4, 5 und 6 für uns, den Abstand in der Tabelle auszubauen. Leider vertan.
Die von Max Eberl sowohl vor als auch nach dem Spiel genannte Ausrede "Müde aus dem Europapokal" lasse ich nicht gelten: Nur vier Feldspieler aus der Startelf hatten den Donnerstag in den Knochen. Und ich finde, dass die Spieler, die rein rotiert wurden, allemal das Zeug dazu haben sollten, der zurecht abstiegsbedrohten Truppe des HSV zu zeigen, wo es lang geht.
Arrrrgh!
Danke, jetzt geht's wieder.
Danke, jetzt geht's wieder.
02 September 2014
Pläne von Kaufland für Mönchengladbach Holt
Auch wenn die Informationsveranstaltung der Stadt Mönchengladbach mit dem Bauunternehmen Jessen und Kaufland schon ein paar Tage zurück liegt (14. August 2014), möchte ich meine Meinung zum geplanten Kaufland Supermarkt in MG-Holt noch öffentlich machen.
Auf diesem Gelände möchte die Jessen Baugesellschaft einen Neubau errichten und diesen an die Firma Kaufland vermieten. Die geplante Verkaufsfläche soll bei 4.300-4.500 qm liegen.
1. die Befürchtung, dass diese Ansiedlung eines großen Supermarktes dem existierenden Einzelhandel in Holt schadet
2. die Befürchtung, dass die Belastung durch Lärm und Abgase auf der sowieso schon sehr stark befahrenen Bahnstraße noch erheblich zunimmt
Drei der Informationen aus der eingangs erwähnten Informationsveranstaltung sind aus meiner Sicht durchaus positiv:
- dass die Bahnstraße vor dem Markt für Abbiegespuren um 4 Meter verbreitert werden soll
- dass die Belieferung des Marktes über die Waldnieler- und Monschauer Straße statt über die Bahnstraße erfolgen soll
- dass Kaufland zusagt, für diesen Markt 100% der Steuer an Mönchengladbach abzuführen und nicht teilweise am Ort des Firmensitzes.
Beim Punkt Belieferung muss sich zeigen, ob diese Auskunft von Kaufland der späteren Realität entspricht, denn falls die erwarteten 20-25 LKWs pro Tag von Süden kommen sollten, würde die Nutzung der Abfahrt Mönchengladbach-Nordpark einen Umweg bedeuten, der Zeit und Kraftstoff kostet.
Ich bin jedoch davon überzeugt, dass dieser Standort in Mönchengladbach so ziemlich alles gebrauchen kann - außer einem weiteren Supermarkt!
Wir Holter haben, was das Einkaufen des täglichen Bedarfs betrifft, großes Glück: Neben alteingesessenen Einzelhändlern an der Aachener Straße befinden sich aktuell folgende Ketten-Lebensmittelgeschäfte in einem Umkreis von weniger als fünf Minuten Fahrt mit dem Auto (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):
3x Edeka / E-Center (Nordpark, 2x Dahlener Straße)
2x HIT (Rudolfstraße, Dahlener Straße)
2x Aldi (Monschauer Straße, Nordpark)
2x REWE (Waldnieler Straße, Hermges)
2x Penny (Hehnerholt, Dahlener Straße)
1x Lidl (Monschauer Straße)
1x Netto (Bahnstraße)
Dazu sind zwei Real Märkte in gut 5 Minuten erreichbar (Rheydt-Zentrum und Reyerhütte).
Wo zum Teufel liegt da der geografische Bedarf für einen riesigen Kaufland-Markt?
Wenn diese Ansiedlung von Kaufland als rentabel berechnet wurde, dann führt das in der Konsequenz doch logischerweise dazu, dass Menschen, die bisher in den o.g. Geschäften eingekauft haben, dies dann im Kaufland tun werden.
Kaufland stellt heraus, dass bis zu 80 neue Arbeitsplätze im neuen Markt geschaffen werden sollen. Aber wenn bei den anderen weniger gekauft wird, werden dort doch Arbeitsplätze wegfallen. Im Falle von Hit erwarte ich sogar, dass mindestens einer der beiden Märkte schließen wird.
Auch werden die in Märkten solcher Größe üblichen Geschäfte "hinter den Kassen" zu Umsatzeinbußen bei den existierenden Holter Geschäftsleuten führen: Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, wie sich eine Bäckerei im Kaufland auf die Bäckerei an der Aachener Straße gegenüber auswirken wird. Ähnliches droht dem Reisebüro, der Reinigung und nicht zuletzt den Grillbuden. An eine von Kaufland vorhergesehene "Magnet-Wirkung" durch oder einen "Überschwapp-Effekt" aus dem Markt kann ich nicht glauben. Der durschschnittliche Konsument ist dafür doch viel zu bequem und erledigt alles unter einem Dach. Diese Ankündigungen halte ich schlicht für Augenwischerei.
Selbst eine weitere Nutzung unter einer anderen Baumarkt-Marke halte ich für viel sinnvoller - aber Jessen sagt, man finde dafür keine Mieter.
Ich finde diese Entwicklung sehr bedauerlich!
Wer sich dafür engagieren möchte, dass die Interessen der Holter Geschäftsleute so weit wie möglich gewahrt bleiben, findet auf der Webseite www.holt-hats.de weitere Informationen.
Worum geht es?
Im Stadtteil Holt befindet sich zwischen den Straßen Aachener Straße, Monschauer Straße und Bahnstraße die leer stehende Immobilie eines Baumarktes, der einst als Derichs eröffnete und als Praktiker in die Insolvenz ging.Auf diesem Gelände möchte die Jessen Baugesellschaft einen Neubau errichten und diesen an die Firma Kaufland vermieten. Die geplante Verkaufsfläche soll bei 4.300-4.500 qm liegen.
Was sind die Bedenken?
Es gibt zwei Hauptkritikpunkte:1. die Befürchtung, dass diese Ansiedlung eines großen Supermarktes dem existierenden Einzelhandel in Holt schadet
2. die Befürchtung, dass die Belastung durch Lärm und Abgase auf der sowieso schon sehr stark befahrenen Bahnstraße noch erheblich zunimmt
Meine Meinung
Als Anwohner, der nur wenige Minuten Fußweg von besagtem Gelände entfernt wohnt, würde die Verwirklichung des Projekts unmittelbare Auswirkungen auf mich haben.Drei der Informationen aus der eingangs erwähnten Informationsveranstaltung sind aus meiner Sicht durchaus positiv:
- dass die Bahnstraße vor dem Markt für Abbiegespuren um 4 Meter verbreitert werden soll
- dass die Belieferung des Marktes über die Waldnieler- und Monschauer Straße statt über die Bahnstraße erfolgen soll
- dass Kaufland zusagt, für diesen Markt 100% der Steuer an Mönchengladbach abzuführen und nicht teilweise am Ort des Firmensitzes.
Beim Punkt Belieferung muss sich zeigen, ob diese Auskunft von Kaufland der späteren Realität entspricht, denn falls die erwarteten 20-25 LKWs pro Tag von Süden kommen sollten, würde die Nutzung der Abfahrt Mönchengladbach-Nordpark einen Umweg bedeuten, der Zeit und Kraftstoff kostet.
Ich bin jedoch davon überzeugt, dass dieser Standort in Mönchengladbach so ziemlich alles gebrauchen kann - außer einem weiteren Supermarkt!
Wir Holter haben, was das Einkaufen des täglichen Bedarfs betrifft, großes Glück: Neben alteingesessenen Einzelhändlern an der Aachener Straße befinden sich aktuell folgende Ketten-Lebensmittelgeschäfte in einem Umkreis von weniger als fünf Minuten Fahrt mit dem Auto (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):
3x Edeka / E-Center (Nordpark, 2x Dahlener Straße)
2x HIT (Rudolfstraße, Dahlener Straße)
2x Aldi (Monschauer Straße, Nordpark)
2x REWE (Waldnieler Straße, Hermges)
2x Penny (Hehnerholt, Dahlener Straße)
1x Lidl (Monschauer Straße)
1x Netto (Bahnstraße)
Dazu sind zwei Real Märkte in gut 5 Minuten erreichbar (Rheydt-Zentrum und Reyerhütte).
Wo zum Teufel liegt da der geografische Bedarf für einen riesigen Kaufland-Markt?
Wenn diese Ansiedlung von Kaufland als rentabel berechnet wurde, dann führt das in der Konsequenz doch logischerweise dazu, dass Menschen, die bisher in den o.g. Geschäften eingekauft haben, dies dann im Kaufland tun werden.
Kaufland stellt heraus, dass bis zu 80 neue Arbeitsplätze im neuen Markt geschaffen werden sollen. Aber wenn bei den anderen weniger gekauft wird, werden dort doch Arbeitsplätze wegfallen. Im Falle von Hit erwarte ich sogar, dass mindestens einer der beiden Märkte schließen wird.
Auch werden die in Märkten solcher Größe üblichen Geschäfte "hinter den Kassen" zu Umsatzeinbußen bei den existierenden Holter Geschäftsleuten führen: Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, wie sich eine Bäckerei im Kaufland auf die Bäckerei an der Aachener Straße gegenüber auswirken wird. Ähnliches droht dem Reisebüro, der Reinigung und nicht zuletzt den Grillbuden. An eine von Kaufland vorhergesehene "Magnet-Wirkung" durch oder einen "Überschwapp-Effekt" aus dem Markt kann ich nicht glauben. Der durschschnittliche Konsument ist dafür doch viel zu bequem und erledigt alles unter einem Dach. Diese Ankündigungen halte ich schlicht für Augenwischerei.
Mein Schlusswort
Was Holt viel mehr gebrauchen könnte als einen weiteren Supermarkt, sind Einwohner, die ihren täglichen Bedarf in den bestehenden Läden decken. Meiner Meinung nach würde ein Projekt wie die Roermonder Höfe viel besser auf das Praktiker Gelände passen als auf die Bleichwiese.Selbst eine weitere Nutzung unter einer anderen Baumarkt-Marke halte ich für viel sinnvoller - aber Jessen sagt, man finde dafür keine Mieter.
Ich finde diese Entwicklung sehr bedauerlich!
Wer sich dafür engagieren möchte, dass die Interessen der Holter Geschäftsleute so weit wie möglich gewahrt bleiben, findet auf der Webseite www.holt-hats.de weitere Informationen.
16 Mai 2014
Foursquare
Falls mich einer meiner Foursquare-Freunde ebendort vermissen sollte: Ich habe meinen 4SQ-Account heute gelöscht.
Die künftigen Funktionen von Foursquare ohne Check-In-Möglichkeit interessieren mich wenig. Und zur Nutzung der Nachfolge-Check-In-App "Swarm" ist eine permanente GPS-Aktivierung auf dem Handy erforderlich, was ich schon alleine aus Gründen der Akku-Laufzeit auf keinen Fall möchte.
Mir hat 4SQ in der bisherigen Form jahrelang viel Spaß gemacht, knapp 3.500 Check-Ins und dutzende Mayorships zeugen davon.
Denjenigen, denen es auch in der neuen Form Freude bereitet, wünsche ich weiterhin viel Spaß damit.
Die künftigen Funktionen von Foursquare ohne Check-In-Möglichkeit interessieren mich wenig. Und zur Nutzung der Nachfolge-Check-In-App "Swarm" ist eine permanente GPS-Aktivierung auf dem Handy erforderlich, was ich schon alleine aus Gründen der Akku-Laufzeit auf keinen Fall möchte.
Mir hat 4SQ in der bisherigen Form jahrelang viel Spaß gemacht, knapp 3.500 Check-Ins und dutzende Mayorships zeugen davon.
Denjenigen, denen es auch in der neuen Form Freude bereitet, wünsche ich weiterhin viel Spaß damit.
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